CD-Review: Amon Amarth – Twilight of the Thunder God

Amon_Amarth_-_Twlight_of_the_Thunder_God

[Death Metal] – Metal Blade (2008)
Schweden
Die Götter lassen es wieder mal ordentlich donnern!

Amon Amarth brauchen wir an dieser Stelle nicht mehr näher vorstellen. Wer bis Dato noch immer nicht geschnallt hat, dass die fünf Wikinger zur Elite der Extreme Metal Szene gehören, dem ist eigentlich nicht mehr zu helfen, bzw. sollte sich schleunigst mit den unten angeführten Verweisen Nachhilfeunterricht holen. Oder noch besser sich das neue Album der Schweden zulegen. Denn vorweg, beim Kauf der aktuellen Scheibe „Twilight of the Thunder God“ kann man nichts falsch machen.

Bereits die ersten Klänge des Opener ‚Twilight of the thunder god‘ – zugleich Albumtitel – bringen das Blut dermaßen in Wallung, dass die Hörerschaft aus jeglicher Lethargie erweckt wird. Wobei noch erster Titel mit einem Shred-Solo von Children of Bodom-Sechssaiter Roppe Latvala gekrönt wird. Weitere Energie wird mit ‚Free will sacrifice‘ freigelassen. Etwas gemäßigter als der Uptempo-Vorgänger, aber dafür umso eingängiger, genauso wie der folgende Ohrwurm ‚Guardians of Asgard‘. Wieder mehr in die Presche gehaut wird bei Nummer vier ‚Where is your god?‘, ehe wieder bei ‚Varyags of Miklagaard‘ das Midtempo angesagt ist. Ebenso bei ‚Tattered Banners and bloody flags‘.

Ein Kracher folgt dem anderen. ‚No fear for the setting sun‘ und einer meiner persönlicher Favoriten ‚The hero‘, welcher zwar nicht ganz in das typische Amarth-Konzept passt, ja fast schon epische Elemente beinhaltet, aber an Atmosphäre kaum zu toppen ist. Genau das ist die Stärke der fünf Schweden: Neues wird eingebaut, ohne den markanten Weg zu verlassen. Das selbe gilt für ‚Live for the kill‘. Hier bekommt man abermals finnische Verstärkung. Und zwar von den Genie-Streichern Apocalyptica. Gegen Ende des Songs werden gekonnt die Cellos eingesetzt. Wow! Zum ersten mal akustische Streicheinheiten auf einer Amon Amarth – Platte. ‚Embrance of the endless ocean‘ – eine Viking Hymne – schließt dieses Meisterwerk auf epische Weise.

Im großen und ganzen haben die Skandinavier nicht viel verändert. Keiner beherrscht die Growls so majestätisch wie Johan Hegg. Die Gitarren, Bass und Drum – Riffs harmonieren abermals perfekt. Sogar am Songwriting wurde nichts inhaltlich verändert. Die Lyrics befassen sich wie bisher mit den Wikingern und der nordischen Mythologie. Jedoch gegenüber dem Vorgänger „With oden on our side“ klingt alles noch runder und noch perfekter. Vor allem – und das ist das Wichtigste an einer CD – „Twilight of the Thunder God“ kann die Hörerschaft in seinen Bann ziehen. und das von der ersten bis zur letzten Sekunde. Bereits das Death Metal Album des Jahres?

Bisher lagen die Schubladendenker falsch, welche Amon Amarth unter anderem als Viking Metal Band einordneten. Zwar nicht aut textlicher, aber auf musikalischer Ebene. Mit „Twilight of the Thunder God“ widerlegt sich das bei zwei bis drei Songs, die starke Viking – Einflüsse aufweisen, trotzdem ist Amon Amarth weiterhin fest im Death Metal verankert. Doch mit den neuen Viking – und Epic Einflüssen klingen die Schweden eigenständiger und werden einen noch größeren Fankreis erschließen. Vielleicht das Metal Album des Jahres?

Hörbeispiele zu Amon Amarth finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/amonamarth
geschrieben am 15.09.2008 von Erich
auf Trip4you

Bewertung: Punkte (Innovation): 13 von 15
Punkte (Gesamt): 15 von 15
Informationen: Amon Amarth
Metal Blade

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s