CD-Review: Agalloch – The White (EP)

agalloch-the white ep

[Neo Folk] – Eigenproduktion (2008)
USA
Vom Dark Metal zum Neo Folk !

Die Bandgeschichte beginnt bereits 1996. Von John Haughm (Gitarre, Gesang) ins Leben gerufen, setzt sich das aktuelle Line up weiters aus Don Anderson (Gitarre, Keyboard), Jason William Walton (Bass) und Chris Greene (Schlagzeug) zusammen. Den vier Mannen aus Portland,Oregon kann man bei Gott keine kommerziellen Hintergründe unterstellen; im Gegenteil. Die US-Amerikaner beschränken sich eher auf EP Veröffentlichungen. Mit „The White“ wurde immerhin schon die vierte EP produziert; dagegen stehen seit 1996 nur drei veröffentlichte Alben gegenüber. Auf ein Plattenlabel wird zur Zeit verzichtet, so handelt es sich bei der White – EP um eine klassische Eigenproduktion mit einer limitierten Auflage über zweitausend Exemplare.

Ein absoluter Geheimtipp, nicht nur aufgrund der Tatsache, dass der kleine Silberling aus den Staaten importiert werden muss, sondern weil es sich bei „The White“ um einen einzigartigen musikalischen Leckerbissen handelt. Wem schon Material von Agalloch zu Ohren gekommen ist, der kann den Wandel in der Stilrichtung der Amerikaner bestätigen. Liegen die Wurzeln im Black und Dark – Metal Bereich, so präsentiert sich die neue Scheibe als Neo Folk Klassiker. Das Agalloch auf archaische und pagane Elemente setzen, speziell im lyrischen, aber auch im musikalischen Bereich, ist nichts neues. Neu ist jedoch eine fast rein akustische Linie. Es wird auf schwere Gitarren Riffs verzichtet. Freunde der neuen Folklore wird es umso mehr begeistern. Doch obwohl der Metal zur gänze den archaischen Klängen weichen musste, ist „The White“ eine Offenbarung an Schwärze und Düsterheiten.

Die sieben Stücke ziehen wohl jeden Liebhaber düstere Klänge in den Bann. Höhepunkte sind schwer auszumachen, da „The White“ von A bis Z überzeugen kann. Hervorzuheben sei trotzdem ‚Pantheist‘, mit tollen Chorälen und ‚Birch White‘, die einzige Nummer mit Gesang; erinnert mich ein wenig an Death in June. Mit Spannung kann die Hörerschaft abwarten, ob Agalloch die neue Stilrichtung beibehält oder mit dem nächsten Werk wieder in Richtung Dark Metal zurückkehrt. Für Überraschungen waren die Jungs aus Portland ja immer gut.

„The White“ ist für mich der Geheimtipp des Jahres. Fernab von kommerzieller Mucke bietet Agalloch perfekte Folklore der neuen Art und kann sowohl Fans der ersten Stunde, als auch Liebhaber des Neo Folk ansprechen. Einziges Manko, die Kürze – klarerweise bei einer EP. Trotzdem besorgen und in andere Welten, fernab von Stress und Hektik abtauchen.

Hörbeispiele zu Agalloch finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/agalloch
geschrieben am 23.10.2008 von Erich
auf Trip4you

Bewertung: Punkte (Innovation): 10 von 15
Punkte (Gesamt): 14 von 15
Informationen: Agalloch

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