CD-Review: Die Apokalyptischen Reiter – Licht

apokal.-licht

[Folk Metal] – Nuclear Blast (2008)
Deutschland
Der siebte Streich der Reiter!

Kaum zu glauben; mit „Licht“ bringen die Ostdeutschen bereits ihr siebentes Album auf den Markt. So vergeht die Zeit und gleich mal vorweg – die Apokalyptiker reiten genauso stürmisch wie seit 1995; der Bandgründung. Wenn auch vieles reifer und durchdachter auf „Licht“ wirkt, so hat man kaum was von der Kompromisslosigkeit der vergangenen Jahre verloren.

Beim ersten Reinhören vernimmt die Hörerschaft wohl wirklich mehr Licht im Gegensatz zu den Vorgängern – bei weitem entspringen den Texten nicht mehr so kriegerische und radikale Elemente. Sollte ich jetzt der Kuschelrock – Fraktion Hoffnung gemacht haben, dann können sich diese gleich wieder hinter den Berg werfen und auf die nächste Ärzte – CD warten. Nach genauen hinhören werden die Botschaften klar: Auch wenn alles noch schlimmer wird, dürfen sich die Auserwählten nicht unterkriegen lassen und müssen durchhalten. Immer aufrecht stehen mit Würde, denn wenn die Zeit gekommen ist, dann wetzten wir die Messer. Die Ansage an das feige graue Heer, bereits auf dem Opener ‚Es wird schlimmer‘. Ein klare Message, genauso wie ‚Auf die Liebe‘, denn morgen gehen wir streiten für eine neue Zeit. ‚Wir sind das Licht‘ beschwört die Götter, die Seele zu erhellen und die Kraft für den ersten Schritt in eine bessere Welt. Typisch apokalyptisch gibt sich ‚Nach der Ebbe’… danach kommt wie immer die Flut…

Musikalisch vereinen Die Apokalyptischen Reiter, wie bisher, Einflüsse aus den verschiedensten Metal Genres. Wir vereinnahmen zwar die Reiter für unseren Folk Metal, aber genauso gut könnte die Rezi auf einer Death Metal, Power Metal, oder Progressive Rock Seite stehen. Die Folk Elemente erscheinen auf „Licht“ weniger, doch wenn, werden diese professionell eingesetzt. Genauso, wie die Klavier – Parts. Die nie endende Diskussion um eine gewisse Gemeinsamkeit mit Rammstein wird mit ‚Ein Lichtlein‘ wohl noch zusätzlichen Nährboden bekommen. Doch im großen und ganzen sind die fünf Ostdeutschen unverkennbar und besitzen seit Gründung ihre eigene Identität. Genauso, wie die markante Stimme von Daniel „Eumel“ Täumel.

Auf „Licht“ gib es zwar keinen Reißer wie ‚Seemann‘ oder ‚Friede sei mit dir‘ , aber mit ‚Adrenalin‘ haben die Riders wieder einen Live – Knaller zum mitgrölen im Gepäck. Auch sonst ist das neue Werk nicht zu verachten. Nicht das beste, aber ein weiteres gutes Album in der Ära der Apokalyptischen Reiter.

Fans der Reiter müssen sowieso zuschlagen. Die Ostdeutschen geben sich, wie bei den Vorgängern, schmutzig, revolutionär und kompromisslos. Wenn auch einiges durchdachter und gemäßigter rüberkommt, bleiben die Apokalyptiker ihrer Linie treu und Anhänger der alten Schule werden sicher nicht enttäuscht sein. Also keine Angst: „Die Reitermania geht weiter“.

Hörbeispiele zu Die Apokalyptischen Reiter finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/reitermania
geschrieben am 23.09.2008 von Erich
auf Trip4you

Bewertung: Punkte (Innovation): 11 von 15
Punkte (Gesamt): 12 von 15
Informationen: Die Apokalyptischen Reiter
Nuclear Blast

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