CD-Review: Elivagar – Heirs of the ancient tales

elivagar-heirs..

[Folk Death Metal] – Trollzorn (2008)
Deutschland
Verspielter Folk Death Metal!

Mit Vorschußlorbeeren wurde das Debut der Schaumburger Elivagar angesagt. Nun ist es da. Bereit zum Sturm auf die erwartungsvolle Pagan, Death – und Viking Metal Meute. Die Definition „Folk Death Metal“ mit Einflüssen aus dem Black Bereich kommt schon sehr nahe ran. „A bisserl vü auf amoi“ (Ein bisschen viel auf einmal) würde der Wiener zynisch sagen. Und so ganz Unrecht hat der immer nörgelnde Wiener nicht, in diesem Fall durch meine Vertretung, denn viele Bands neigen mit einem Genre Salat das Menü zu verderben. Da bricht vieles auf den Hörer ein und am Ende bleibt nichts hängen, außer einem Wirrwarr an Melodien. Aber wenn man das richtige Gespür hat und die Menge gut dosiert, dann können auch viele Zutaten einen guten Brei ausmachen.

„Be welcome, folked dead“. Wenn man sich auf der Homepage von Elivagar befindet, erblickt man sofort auf der Startseite diese herzliche Begrüßung. Fast genauso herzlich wird man auf der neuen CD mit „Ashore the elivagar“ begrüßt. Einem typischen Pagan Metal Intro, begeleitet von Flötenmelodien. Genau diese Flöten sind stetiger Wegbegleiter auf „Heirs of the ancient tales“. Death Metal Riffs und düstere Pagan/Viking/Black Parts wechseln sich ständig ab. Dazu eben die verspielten Folklore – Klänge. Der Gesang ist ähnlich abwechslungsreich. Meist brachiale Death Metal Growls, dann wieder die krächzende Black Metal Stimme oder der heroische Bardengesang. Auch weibliche Gesangselemente finden sich ein. Man begibt sich in ein Wechselbad der Gefühle, wenn man sich auf „Heirs of the ancient tales“ einlässt. Und das im positiven Sinne. Der immense Einfallsreichtum, mit dem die Beteiligten hier herangehen ist von erfrischender Anderswertigkeit.

Höhepunkte muss man nicht extra herausfiltern, die findet man in jedem Titel. „Heirs of the ancient tales“ klingt wie ein Konzeptalbum, obwohl es keines ist, jedoch die Mannigfaltigkeit lässt das Debut der Schaumburger zu einem imposanten Gesamtwerk verschmelzen. Textlich fährt man die gewohnte Pagan/Viking – Schiene. Hier darf man sich also nicht neues erwarten. Der Viking Fan wird es sowieso honorieren. Was letztendlich zählt ist das musikalische Werk. Und mit dem überzeugen Elivagar.

Elivagar zeigen auf „Heirs of the ancient tales“ ihren ausgeprägten Hang zum träumerisch verspielten Folk Metal und lassen gekonnt Death, Black – und Pagan/Viking Metal Elemente einfließen. Damit haben die Schaumburger ein imposantes Werk hingelegt und sich sowohl in der Death, als auch Pagan/Viking Szene einen Namen gemacht.

Hörbeispiele zu Elivagar finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/elivagarmetal

geschrieben am 21.05.2008 von Erich
auf Trip4you

Bewertung: Punkte (Innovation): 12 von 15
Punkte (Gesamt): 14 von 15
Informationen: Elivagar
Trollzorn

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