CD-Review: Falchion – Chronicles of the dead

Falchion_ChroniclesOfTheDead_2008_m

[Death Metal] – Massacre Records  (2008)
Finnland
Korpiklaani im Line up, aber keine Korpiklaani – Kopie!

Mit ihrer zweiten Veröffentlichung „Chronicles of the dead“ setzten Falchion den „Inzestwahnsinn“ in der finnischen Metalszene fort. In diesem Fall handelt es sich um die Korpiklaani Recken Juho Kaupinnen und Matti Johansson, die bei Falchion in die Presche hauen. Während Matti so wie bei Korpiklaani die Drums bedient, ist Juho für Vocals und Gitarre verantwortlich, bei Korpiklaani setzt er hingegen die Akzente am Akkordeon. Das Line up wird mit Bassist Janne Kielinen und Miikka Tulimäki auf der Gitarre ergänzt. Mit „Legacy of heathens“ liegt bereits eine Veröffentlichung der Finnen aus dem Jahre 2005 vor.

Im Gegensatz zu dem hauptsächlich im Folk Metal angesiedelten Korpiklaani Stil mit massig Humppa Einflüssen, dreht es sich bei Falchion um ein Projekt, welches in erster Linie im Death Metal Bereich anzusiedeln ist. Ab und zu kristallisieren sich zwar Folk und Humppa Elemente heraus, aber nur taktmäßig, denn die vier Jungs verzichten zur Gänze auf akustische und traditionelle Instrumente. Bereits der Opener ‚Primitive again‘ gibt die Richtung vor. Kompromissloser Death Metal mit melodiösem Einschlag, meist im Mid – oder High Tempo. Die Growls von Juho passen sehr gut ins Gesamtkonzept und klingen im Gegensatz zu einigen Death Combos zu keinem Zeitpunkt aufdringlich.

Nummer zwei & drei – ‚Chronicles of the dead‘ und ‚Shadows in the wasteland‘ gehören zu den Highlights auf der Scheibe. Der Rest der insgesamt neun Stücke kann ebenso überzeugen, obwohl das Album gegen Mitte ein wenig an Dynamik verliert. Jedoch spätestens mit ‚Dying dreams‘ wird der Hörer und die Hörerin aus der Lethargie gerissen – einfache aber originelle Hooks, die im Ohr hängen bleiben. Ein recht nettes Instrumental ‚Mayhem Machine‘ und ‚Evolution in reverse‘ beenden „Chronicles of the dead“. Letzterer Song weißt sogar Viking Einflüsse auf, welche für meinen Geschmack ruhig öfter auf der Platte vorkommen könnten.

Vielleicht meiden die vier Nordländer bewusst den Stil, der den großen Korpiklaani zu nahe kommt, aber mehr folkige Passagen wären durchaus angebracht gewesen. Im Gegensatz zu ihren Verwandten aus dem Land der tausend Seen, werden die Lyrics nicht in der Heimatsprache, sondern auf englisch gesungen. Im Endeffekt doch ein recht passables Album!

Der Vorgänger „Legacy of heathens“ konnte bereits hervorragende Pressereaktionen hervorrufen. „Chronicles of the dead“ kommt an diese Rezensionen nicht ganz ran, obwohl sich dieses Ergebnis auch ohne weiters sehen lassen kann. Amon Amarth Fans werden an „Chronicles of the dead“ wohl mehr gefallen finden, als Anhänger von Finntroll und Korpiklaani. Steigerungspotenzial ist auf jeden Fall vorhanden.

Hörbeispiele zu Falchion findet Ihr unter folgendem Link: 

http://www.myspace.com/falchionofficial

geschrieben am 04.09.2008 von Erich auf Feindesland
 
Bewertung: Punkte (Innovation): 6 von 15
Punkte (Gesamt):    11 von 15
Informationen:
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