CD-Review: Finsterforst – Weltenkraft

Finsterforst_Weltenkraft_2008_m

[Pagan Metal] – Heavy Horses Records  (2008)
Deutschland

Heidnisches Gedankengut meets Metal!

Ein interessantes Projekt aus dem Schwarzwald präsentiert sein Debut. Dem Hörer wird hier eine Mischung aus Black, Pagan und Folk Metal geboten. Nachdem die vier Musiker bereits 2006 eine EP „Wiege der Finsternis“ einspielten, wartet nun ein Megawerk über eine Gesamtspielzeit von 1 Stunde und 17 Minuten auf die Black/Pagan Meute. Zehn Songs machen sich auf dem Longplayer breit. Ein bisserl Finntroll, etwas Dornenreich und eine Spur Sabbat (Vorgänger von Skyclad; etwas älteren Metal – Semestern bekannt). So könnte man Finsterforst einigermaßen erklären, ohne jedoch die Eigenständigkeit der Band in Frage zu stellen. Denn diese besitzt Finsterforst auf jeden Fall.
 
Einmal vorweg: Nicht schlecht, was auf „Weltenkraft“ geboten wird. Bei allen Songs kommt das Akkordeon sehr dominant vor. Der Opener ‚Des Waldes Macht‘ gibt gleich Vollgas. Erinnert mich fast an alte Sabbat Zeiten. Der erste Titel gibt auch gleich die Richtung vor. Archaische und heidnische Lyrics, was mit Nummern wie ‚Die Suche nach dem Licht‘, ‚Lauf der Welten‘ und ‚Traumwald‘ bestätigt wird. Alle Songs sind auf Deutsch.

Ab Mitte des Albums wird dann etwas Tempo raus genommen. Tempowechsel, folkige und ruhigere Passagen kommen allerdings bei allen Nummern vor, was dem ganzen einen innovativen Touch verleiht. Das ist auch der Grund, dass das Album nicht zu langatmig wird. Der Gesang von Marco Schomas, welcher eindeutig dem Black Metal zuzuordnen ist, wird nach ein paar Nummern langweilig. Zu monoton klingt die Stimmbandarbeit über weite Strecken des Albums. Die Hörerschaft merkt wo hier die Grenzen sind. Wohl auch ein Grund, dass bei den langsameren Passagen kein Gesang vorkommt. Dafür überzeugen Gitarrenarbeit, Schlagzeug und vor allem das Akkordeon. In einigen Passagen kommt die Blockflöte zum Zug, was den Folk orientierten Hörer sicher gefällt.

Hervorzuheben sind die Tracks ‚Des Waldes Macht‘,  ‚Traumwald‘, Spiegelscherben und ‚Rauschende Nächte‘. Weiters sei das gelungene Cover erwähnt. Dafür gibt es einen Bonuspunkt.

 
Finsterforst präsentiert ein gutes und interessantes Debut, welches Fans mehrerer Genres ansprechen wird. Besonders Schwarz Metaller und Folk Metal Fans werden daran Gefallen finden. Einzig am Gesang muss noch gearbeitet werden, dann sind absolute Spitzenwerte in Zukunft möglich.

Hörbeispiele zu Finsterforst finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/finsterforst

geschrieben am 05.05.2008 von Erich
auf Feindesland
Bewertung: Punkte (Innovation): 7 von 15
Punkte (Gesamt):  11 von 15
Informationen:
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