CD-Review: Hollenthon – Opus Magnum

hollenthon - opus magnum

[Dark Metal] – Napalm Records (2008)
Österreich
Atmosphäre und Ambiente gut, musikalisch noch nicht am Limit!

1994 startete Martin Schirenc von den legendären Pungent Stench mit seiner Frau Elena und Mike Gröger ein Metal-Projekt unter dem Namen „Vuzem“. Obwohl Schirenc das Projekt zunächst nur als Ausgleich zu Pungent Stench ins Leben gerufen hatte, wurde bald beschlossen, ein Album herauszugeben. Dieses Vorhaben wurde allerdings aufgrund anderer Verpflichtungen vorerst nicht verwirklicht, bis 1998 Napalm Records auf Vuzem aufmerksam wurde. Bald darauf unterschrieb die Band beim genannten Plattenlabel und brachte 1999 ihr erstes Album, Domus Mundi, unter dem Namen Hollenthon heraus. Im Juni 2001 erschien das zweite Album With Vilest of Worms to Dwell. Nach sieben Jahren Pause und dem endgültigen Ende von Pungent Stench steht nun das neue Album „Opus Magnum“ fertig in den Läden.

Grindcore Fans der alten Schule a la Pungent Stench muss man an dieser Stelle gleich enttäuschen. Hollenthon gehen ganz andere Wege. Elemente des Epic, Bombast, Melodic, Symphonic, – und Black Metal sind unter anderem zutreffend. Damit gelingt es den Wienern auf jeden Fall, nicht in eine Schublade gesteckt zu werden. Martin Schirenc und Co. setzen vor allem auf viel Dramatik unterstützt durch klassische und epische Parts, wodurch häufig Gitarren, Bass, – und Drum Riffs in den Hintergrund geraten. Stilistisch bewegt man sich in Richtung Opeth und Moonlyght. Besonders bei zweit genannten ist speziell was die Gitarren Riffs betrifft eine ziemliche Ähnlichkeit erkennbar. Obwohl ich als Ösi leider eingestehen muss, dass zur Zeit Hollenthon nicht an die großartigen Moonlyght (Rezension auf diesem Blog) aus Kanada rankommen. Das hat Gründe. Eine nie endend wollende Hektik zieht sich durch die acht Titel, was bei einigen Passagen durchaus passt, dann aber wieder verwirrt. Die Hörerschaft muss sich immer die Frage stellen: „In welche Richtung geht es jetzt“. Oft werden die Parts ungestüm aneinandergepresst. Übergänge sind nicht immer erkennbar, was „Opus Magnum“ oft unstimmig macht. Daran ändert auch der originelle Frauengesang auf der Platte nichts.

Höhepunkte gibt es trotz allem. Der Opener ‚Ars Moriendi‘, ‚Once we were kings‘ mit dem eben oben genannten genialen Frauengesang, ‚Dying Embers (ebenso mit weiblicher Gesangs-Unterstützung)‘ für mich die beste Nummer auf dem Silberling und ‚Son of perdition‘, speziell wegen der orientalischen Einflüsse und einer soliden Gitarrenarbeit.

Alles in allem ein passabler Silberling, trotz der bereits genannten Kritikpunkte. „Keine Glanzleistung“, jedoch durchaus „Empfehlenswert“ fällt mein Urteil aus. Deshalb, weil Hollenthon mit jeder Menge Innovation punktet.

Wer dem relativ jungen Genre „Dark Metal“ zugeneigt ist und Bands wie Opeth und Moonlyght zu seinen musikalischen Favoriten zählt, der kann ruhig bei „Hollenthon“ und dessen neuen Werk „Opus Magnum“ zuschlagen. Ansonsten mal reinhören und selbst entscheiden.

Hörbeispiele zu Hollenthon finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/hollenthonofficial
geschrieben am 16.09.2008 von Erich
auf Trip4you

Bewertung: Punkte (Innovation): 11 von 15
Punkte (Gesamt): 10 von 15
Informationen: Hollenthon
Napalm Records

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s