CD-Review: Midnattsol – Nordlys

nordlys_

[Nordic Folk] – Napalm Records (2008)
Norwegen
Nordic Folk!

Mit ihrem zweiten Album präsentiert sich die norwegisch – deutsche Combo um Sängerin Carmen Elise Espenaes hörbar gereift. Damit ist eines klar; Carmen Elise steht nicht mehr im Schatten ihrer älteren Schwester, Liv Kristine Espenaes (Leaves Eyes, Atrocity). Ob sie Liv schon rechts überholt hat, entscheidet der Fan selbst. Damit zeigt sich bereits, dass sich bei Midnattsol alles um die Vocalistin Carmen Elise dreht. Zu Recht; die Stimme wirkt erwachsener und um ehrlich zu sein, angenehmer, als die ihrer größeren Schwester, da sie die Töne nicht so hoch ansetzt wie Liv. Und das kann bei der Leaves Eyes – Beauty bald nerven. Aber genug der persönlichen Vergleiche. Was zählt ist das Gesamtprojekt und das heißt Midnattsol.

Das Album ist ein Mix aus Gothic und Folk Metal, wobei der Gothic Einfluss überwiegt. Das ganze wird von Midnattsol als Nordic Folk definiert, was das Album eigentlich recht gut in kurzen Worten beschreibt, obwohl ich von Schubladen denken nicht viel halte. Nordlys offenbart sich mystisch, sehnsüchtig und kann die Fangemeinde sicher begeistern. Bereits das Intro „ Open your eyes“ zeigt die Richtung. Im Mittempo wird feinster Gothic mit schweren Riffs, ja fast schon doomlastig, zelebriert. „Skogen Lengsel“ zeigt das es auch speediger zur Sache geht. „Northern Light“ ist eine starke gefühlvolle Nummer, wo Elise ihr Können bestens unter Beweis stellt. „Konkylie“ wirk wieder doomlastiger. Gegen Ende geht es dann etwas mehr in Richtung Folk, speziell mit der Balade „New Horizon“ und der Hymne „River of virgin soil“.

Viel Selbstvertrauen zeigen Midnattsol, in dem sie das Highlight des Albums zum Schluss setzen. „En Natt I Nord“ ist damit gemeint, ein Titel, der bereits jetzt auf vielen Samplern zu finden ist. Damit wird mit einem Ohrwurm ein sehr gutes Werk abgeschlossen. Übrigens wird auf Norwegisch und Englisch gesungen, was der Produktion nur gut tut. Lobend sei auch die Gitarrenarbeit von Daniel Droste und Christian Hector erwähnt. Um auch etwas auszusetzen. Am Ende wird dem Hörer ein bis ins letzte Detail gut geplantes Album präsentiert, man hat jedoch den Eindruck, dass da noch was fehlt. Ein bisschen mehr Pfeffer und Innovation hätte nicht schaden können. Fast zu brav klingen die Musiker um Fronterin Elise. Ansonsten denke ich hat sich Midnattsol schon einen beachtlichen Fankreis mit „Nordlys“ erspielt.

Nordlys ist perfekt abgestimmt und soundtechnisch 1 A. Man fühlt sich bei jedem Song in die dunklen, mystischen Wälder des hohen Nordens versetzt. Anmutig und beruhigend schön wirkt Elise’s Stimme auf den Hörer. Ein sehr gutes Album, dem etwas mehr Abwechslung sicher nicht geschadet hätte. „Nordlys“ wird wohl eher die Gothic Fans, denn die Folk Metal Fraktion ansprechen.

Hörbeispiele zu Midnattsol finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/midnattsolfolk

geschrieben am 15.05.2008 von Erich
auf Trip4you

Bewertung: Punkte (Innovation): 7 von 15
Punkte (Gesamt): 12 von 15
Informationen: Midnattsol
Napalm Records

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