CD-Review: Minhyriath – Gondolyn

Minhyriath_Gondolyn_2008_m

[Folkmetal] – Black Tower Productions (2008)

Schweiz

Neue Töne aus „Mittelerde“!

Das Einmannprojekt Minhyriath wurde im März 2007 ins Leben gerufen. Dabei handelt es sich um Mac Govannen AMROD, welcher zugleich im Dienste der Band Excelsis steht. Es entgeht nicht, dass es sich bei Amrod um einen absoluten J.R.R. Tolkien Fan handelt. Dementsprechend ist das Debutalbum des Schweizers eine Hommage an den Autor Tolkien.

Damit sei inhaltlich schon viel über „Gondolyn“ gesagt. Wie der Vorspann eines Tolkien Romans lässt sich die Playlist herunterlesen: ‚Shylob‘, ‚Lothloryen‘, ‚Escaroth‘, ‚Balrox‘, ‚Ithilyen‘, ‚Valynor‘, „Gondolyn“, „Turyn“ und schließlich Telperyon and Laurelyn“ beenden den Zehnerblock inklusive Intro. Musikalisch bewegt man sich in Richtung Power Folk Metal alias „Eluveitie“. Vor allem die Death Growls und die eingebauten Flöten Parts erinnern an die Schweizer Kollegen. Nur ist Minhyriath meilenweit von den großartigen Eluveitie entfernt.
Wo die ersten Songs ‚Shylob‘ und ‚Lothloryen‘ noch einigermaßen gut rüberkommen und mich zu einen leichten Nicken (Vorstufe zum Headbangen) zwingen, geht es danach stetig bergab und mein Nacken bleibt steif. Ausnahme Titel Nummer fünf ‚Balrox‘, welcher meist im Uptempo gespielt wird. Mehr Songs von der Art hätten auf der CD nicht geschadet. Der Rest wirkt wie Stückwerk. Parts werden aneinandergereiht ohne eine Einheit zu bilden. Gute Beispiele sind Titel Nummer acht ‚Gondolyn‘ und neun ‚Turyn‘. Es hört sich phasenweise so an, als hätte man am Soundmaster das Tempo versehentlich verlangsamt. So fantastisch man auf Gondolyn Geschichten erzählt; es kommt trotzdem nie Spannung auf. Es fehlt ganz einfach die Energie, die die Hörer mitreisen kann.

Es sei jedoch erwähnt, dass Amrod alias Minhyriath die Songs auf dem 2008-Album für Black Tower Productions nicht neu eingespielt hat, um laut eigenen Angaben, den Spirit des first take nicht mehr zu verfälschen. Eine Nachfolge CD soll mit zusätzlichen Bandmitgliedern folgen, die ebenfalls eigener Zitat, speziell die Mittelalterinstrumente besser beherschen werden, als er selbst. Nun gut, dann sind wir in voller Erwartung einer besseren Darbietung von Minhyriath.

Was die Hörerschaft auch immer von Einmannprojekten im Metalbereich halten möge; man weis, dass diese meist nicht mit großen Erfolg gesegnet sind. Minhyriath macht da mit seinem Debutalbum keine Ausnahme. Aber der sicher nicht untalentierte Amrod wird sich ja neue Mitglieder in sein Boot holen, vielleicht sogar von Mittelerde selbst. Und wer weis, was dann alles möglich ist? Einstweilen reicht es noch nicht zum Soundtrack für einen möglichen neuen Tolkien Film.

Hörbeispiele zu Minhyriath finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/minhyriath

geschrieben am 02.06.2008 von Erich
auf Feindesland
Bewertung: Punkte (Innovation): 9 von 15
Punkte (Gesamt): 7 von 15
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