CD-Review: Moonlyght – Shining

moonlyght-shining

[Dark Metal] – Mankind’s Demise Records (2008)
Kanada
Das Beste aus dem Holzfällerland seit langem!

Kanada ist nicht unbedingt das Land, welches haufenweise Extreme Metal Bands auf den Markt bringt, speziell wenn es um den Bereich Folk, Pagan, Black oder Dark Metal geht. Nur wenn, dann wird wirklich was bewegt. Gerne erinnern wir uns an die alten Voi Vod und Exciter. Das man diesen Bands nicht mehr nachtrauern muss, das hat man Moonlyght und seinem zweiten Longplayer „Shining“ zu verdanken. Bereits 2002 spielte man die erste CD „Progressive Darkness“ ein, welche auch prompt Bestnoten weltweit erhielt. Warum man trotz der tollen Rezensionen gut sechs Jahre auf ein neues Album warten musste, geht aus der internen Bandgeschichte nicht hervor. Sehr wohl das das Projekt 1995 von Sänger und Gitarist „Roby“ und drei langjährigen Freunden gegründet wurde. Nach einigen Personenwechsel stand das Line up im Jahre 2000 fest, ehe man das bereits genannte Debut heraus brachte. ROBY:Vox/Guitars:, FRED: Guitars, DAVEY: Bass, LUC: Drums/Percussions, THEO: Keys bilden die heutige Formation von Moonlyght. Man konnte also sehr gespannt auf das neue Werk der Kanadier sein.

Vorweg „Shining“ wurde den hohen Erwartungen gerecht. Bereits der Opener „Middle“ zeigt sich von seiner schwärzesten Seite. Gleich zu Beginn mein persönlicher Favorit, weil hier Pagan Metal der besten Manier zelebriert wird. Doch halt, auf einmal orientalische Einflüsse und Klavier Parts. Wer glaubt hier wurde eine einfache Pagan/Black Platte produziert, der irrt sich gewaltig. Bereits Nummer zwei: „Falling“ geht ins epische mit Black – Einflüssen. „Downfall“ lehnt sich wiederum an den Melodic – Death Metal an, um gegen Ende folkloristisch zu werden. Genauso mannigfaltig präsentiert sich der Gesang von Roby. Mal krächzend, dann tiefe Growls um anschließend wieder episch und hymnisch zu klingen. Fast Balladenhaft anmutend Nummer vier „Malediction“ mit einem wunderschönen Geigen Solo. „Hazard“ wird mit einem klassischen Klavierstück eröffnet – avantgardistische Einflüsse sind nicht zu leugnen. Damit es nicht zu ruhig wird haut „Messiah“ wieder ordentlich in die Presche. Black und Death Parts wechseln sich im High Tempo ab und werden sobald von Doom Elementen wieder abgelöst. „Perils“ kling wiederum ziemlich Alternative a la Bullet for my Valentine, ja fast popig. „Penitent“ gibt sich episch. „Radiance“ (mit orientalischen Einschlägen) und „Parallels“ beenden eine Achterbahn durch unzählige Stilrichtungen, die allerdings gegen Ende etwas an Schwung verliert. Zu langatmig wird es gegen Ende.

Nichts desto trotz; „Shining“ ist ein Werk, welches nicht spannender ausfallen hätte können. Düster und unbarmherzig raubt es dem Hörer die schwarze Seele. Moonlyght hat es geschafft, viele Genres zu einen guten Brei zu mixen und doch zu keinen Zeitpunkt kitschig oder kommerziell rüber zu kommen. Nicht ungeschickt, so fixiert man sich nicht nur auf eine Fan Gruppe. Moonlyght selbst fühlt sich von Bands wie Death, Noctornus, Morbid Angel, den alten Paradise Lost, Katatonia und Pink Floyd inspiriert und erwähnt weiters Einflüsse wie Folk, Jazz und Pop – Elemente in seiner Musik. Moonlygh damit in eine Schublade zu schieben, misslingt elendiglich. Am besten passt immer noch der allgemeine Überbegriff „Dark Metal“, denn es handelt sich bei „Shining“ um eine dunkle Machenschaft der besonderen Art.

Moonlyght klingen wie „Paradise Lost“ zu seiner besten Zeit, ohne sich zu sehr an die alten Vorbilder anzulehnen und der heutigen Zeit angepasst mit noch mehr Einflüssen aus der dunklen Szene. Nach zwei Alben ist es aber trotzdem noch zu früh um sie mit den alten Größen auf ein Level zu setzen. Ein Stern ist aber auf jeden Fall am kanadischen Himmel aufgegangen und man kann mit Spannung auf neue Veröffentlichungen warten.

Hörbeispiele zu Moonlyght finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/moonlyght

geschrieben am 14.07.2008 von Erich
auf Trip4you

Bewertung: Punkte (Innovation): 14 von 15
Punkte (Gesamt): 14 von 15
Informationen: Moonlyght
Mankind’s Demise Records

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