CD-Review: Schandmaul – Anderswelt

anderswelt

Deutschland

Punkte (Innovation): 12 von 15
Punkte (Gesamt): 14 von 15

Wenn Schandmaul ein neues Album heraus bringt, dann sind die Erwartungen natürlich sehr hoch. Das letzte Album Mit Leib und Seele kam ja etwas, zumindest aus lyrischer Sicht, vom Schandmaul – Weg ab. Das brachte doch die ein oder andere Kritik ein. Aber man kann die treue Schandmaul Fangemeinde beruhigen. Die Münchner setzten auf ihre alten Tugenden. Und so soll es auch in Zukunft sein. Bei vielen Bands wirkt es nach einiger Zeit ideenlos und abgedroschen. Nicht so bei Schandmaul. Das Erfolgsrezept liegt wohl an der Treue der einzelnen Mitglieder zur Band. Zu dem kann keiner so gut Geschichten erzählen, wie der Barde Thomas Lindner und niemand beherrscht die Blasinstrumente so gut, wie Birgit Muggenthaler. Das selbe gilt für Anna Katharina auf den Streichinstrumenten. Textlich kehrt man wieder zu den alten Mythen und Geschichten zurück. Und genau so kann man das neue Album kurz und bündig beschreiben. Man fühlt sich in eine andere Welt versetzt – eben in die Anderswelt. Man kann wieder von Spielleuten, Weiberhelden, Königinnen und Vagabunden träumen. Das Album hat keinen einzigen Song, der wirklich besonders heraus sticht, aber nur deswegen, weil die Spielleute von Schandmaul immer auf höchsten Niveau musizieren. Hier sollte man nicht einzelne Songs, sondern das gesamte Werk genießen. Egal ob der für Schandmaul typische Opener „Frei „, das fetzige „Krieger“, „Die Königin“ oder „Wolfsmensch“, alles gefällt. Wer Schandmaul liebt, den wird auch dieses Album verzaubern. Nicht die CD des Jahres, aber ein weiterer Klassiker in der Folk Rock Szene.

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