CD-Review: Adorned brood – Noor

adorned brood-noor

[Folk Metal] – Black Bards (2008)
Deutschland
15 Jahre und kein bisschen leiser!

Sechs Jahre nach „Erdenkraft“, der letzten Studio-Veröffentlichung und rechtzeitig zum 15-jährigen Jubiläum, beglücken die vier Recken und eine charmante Dame von Adorned Brood ihre Anhänger nicht nur mit dem Re-Release der längst vergriffenen und gesuchten ersten beiden Alben „Hiltia und „Wigand“, sondern schießen mit ihrem neuen Werk „Noor“ aus allen Rohren.

Die Nordrhein-Westfalen gehören sicher zu den Pionieren der Folk/Pagan/Viking – Bewegung. Da schickt es sich natürlich nach sechsjähriger Pause mal wieder ein Studioalbum zu präsentieren. Adorned Brood wollen natürlich nahtlos an das erfolgreiche Werk „Erdenkraft“ anschließen. Das ist mit „Noor“ auch größtenteils gelungen, nur ist für mich nach mehrmaligen hören „Erdenkraft“ das bessere Album, zugleich auch das Beste der Bandgeschichte. Zwar überraschen die Grevenbroicher mit einer bisher in dieser Form noch nie gezeigten Kreativität, doch gegenüber dem Vorgänger fehlt es an der notwendigen Kompaktheit.

Die Stärke von „Noor“ liegt eindeutig im innovativen Bereich. Die vier Jungs und die eine Dame haben wirklich keine Überraschungsmomente ausgelassen. Mal typische Viking Elemente mit dramatischen Hymnen (‚Noor‘ – Turisas lassen grüßen), dann wieder ruhigere Elemente (‚Am Grunde des Meeres‘ – erinnert ein wenig an die Schotten Alestorm); und auch in Sachen Instrumente zeigt sich die Combo kreativ. Hervorzuheben ‚Ingeborg Anna‘, die nicht nur optisch glänzt, sondern mit ihren Flötenspiel dem Sound einen folkigen und eigenständigen und somit unentbehrlichen Touch verleiht. Ebenso ihr Gesang, der so häufig wie noch nie auf „Noor“ vorkommt. Ebenfalls ein guter Schachzug. Ein absoluter Hit ‚Sons of the damned‘ – eine Nummer die alles hat, was einen guten Folk Metalsong ausmacht. Der ständige Kampf des Pagan – Gekreische von Leadsänger Frost mit der Walkürenstimme von Ingeborg; dazwischen verträumte Klavierparts. Mein absoluter Favorit auf „Noor“. Originell auch das deutsche ‚Schiff der Toten‘ (Adorned Brood goes to Hitparade ???). Zum Abschluss gibt es noch eine nette Coverversion von ‚Drunken Sailor‘ (Wird sicher Live ein Knaller).

Nach sechs Jahren legen Adorned Brood eine neue Scheibe nach. Zwar nicht die Beste, aber immerhin die Zweitbeste. Die Grevenbroicher bleiben ihren Wurzeln treu; klischeehafte Viking Texte, abwechselnd auf Englisch und Deutsch; zeigen sich innovativ wie noch nie zuvor und punkten auf jeden Fall bei der Folk/Pagan Meute. Wir können uns schon jetzt auf ein tolles Festival Jahr 2009 mit vielen Auftritten von Adorned Brood freuen.

Hörbeispiele zu Adorned brood finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/adornedbroodde
geschrieben am 13.12.2008 von Erich
auf Trip4you

Bewertung: Punkte (Innovation): 11 von 15
Punkte (Gesamt): 12 von 15
Informationen: Adorned Brood
Black Bards

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