CD-Review: Catamenia – The time unchained

catamenia - The Time Unchained

[Pagan Metal] – Massacre Records (2008)
Finnland
Im Wandel der Zeit!

Catamenia gehören noch nicht zu den Bands, die den finnischen Metal-Olymp erklimmen konnten, obwohl sie auf 13 Jahre Bandgeschichte zurückblicken und mit „The time unchained“ das bereits achte Studioalbum vorlegen. Das ist im Prinzip schnell erklärt. Ständige Rochaden tun auf Dauer nicht gut. Wenn man das aktuelle Line up und die ehemaligen Mitglieder zusammenrechnet kommt man immerhin auf eine stolze Zahl von fünfzehn Musikern. Hingegen befindet sich in der aktuellen Besetzung mit Riku Hopeakoski nur mehr ein Gründungsmitglied von 1995. Das schadet natürlich den Strukturen und der Originalität. Doch lassen wir die Vergangenheit sein und widmen wir uns der Gegenwart. Und die lautet „The time unchained“.

Das es zu keinem Zeitpunkt an musikalischer Qualität gemangelt hat, zeigt das Catamenia trotz der vielen Personalrochaden noch immer gefragt sind, wo andere Projekte schon längst zum sterben verurteil gewesen wären. Mit ihrem neuen Werk anno 2008 präsentieren die Finnen abermals eine neue Kost, die aber sicher der Black/Pagan – Fraktion gut bekommen wird.

Catamenia ist ein ideales Beispiel, wie man sich von Black Metal in Pagan Gefilde begibt. So weit driften die Dinge ja nicht auseinander. Den Unterschied machen Einflüsse aus der finnische Folklore und Choräle, welche schon auf letzteren Veröffentlichungen zu finden sind. Gesanglich wechselt man sich zwischen Black Metal Gekrächze (Ari Nissilä), Growls (Toni Kansanoja) und melodiösen Klargesang (Kari Vähäkuopus) ab, was dem ganzen einen Tick Mannigfaltigkeit verleiht. Englische Lyrics überwiegen, aber auch finnische Texte dürfen patriotischer Natur nicht fehlen.

Die neu formatierten Catamenia überraschen mit einem perfekten Sound und optimaler Abstimmung. „The time unchained“ läutet eine neue Ära in der Bandgeschichte ein. Vom klassischen Black Metal haben sich Catamenia verabschiedet. Dafür finden sich Einflüsse aus allen Metal – Ecken auf dem neuen Silberling ein. Einflüsse a la Immortal, Dimmu Borgir, Hypocrisy, Amorphis, In Flames und sogar Megadeth und Iron Maiden sind nicht zu weit hergeholt.

„The time unchained“ besticht als Einheit. Meinen Favoriten ‚Embody and behold‘ möchte ich trotzdem erwähnen, da er mich nostalgisch in die Achtziger zurückblicken lässt. Eine wirklich zeitlose Metalnummer. Das anschließende ‚Fallen‘ schlägt in eine ähnliche Kerbe. Mit „The time unchained“ punkten Catamenia sowohl in der finnischen, wie auch der europäischen Metal-Liga. Bereits auf der europäischen Heidenfest – Tour kamen die fünf Mannen aus Oulu beim Publikum gut an. Unabhängig ob dabei oder nicht, sollten sich die Fans von der neuen Studioqualität der Finnen überzeugen.

Hoffen wir, dass es nicht wieder den ein oder anderen Mitgliederwechsel gibt und Catamenia diesen neuen Weg treu bleiben. Dann ist auch der finnische Olymp möglich.

Hörbeispiele zu Catamenia finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/catameniaband
geschrieben am 10.12.2008 von Erich
auf Trip4you

Bewertung: Punkte (Innovation): 10 von 15
Punkte (Gesamt): 13 von 15
Informationen: Catamenia
Massacre Records

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