CD-Review: Draugnim – Northwind’s Ire

draugnim-northwind's ire

[Pagan Metal] – Spinefarm Records (2008)
Finnland
Kompromisslos, heidnisch – eben finnisch!

Das Ende des Jahres ist die harte, kalte Zeit. Kein Zufall, dass sich gerade im letzten Drittel des Kalenders die Pagan – Erscheinungen häufen. Winterzeit ist gleich Pagan Zeit. Damit uns der Hintern nicht einfriert, können wir von Folk Metal Blog gleich mit einem heißen Eisen nachlegen. Es handelt sich um das Debut der Finnen Draugnim. Im Stile von Falkenbach oder Oakenshild als Einmann Projekt von Morior 1999 gegründet, zählt die Combo ergänzt durch Chimedra (Vocals) und Turms (Bass) nun drei Mitglieder. Morior selbst ist für die Gitarre und die Synths verantwortlich.

Gleich vorweg „Northwind’s Ire“ wird die Pagan Meute begeistern. Draugnim haben mit ihren ersten Longplayer genau ins Schwarze getroffen. Eine Mischung aus brutalen Primordial und epischen Falkenbach wird bei den Heiden von Heute voll ankommen. Sieben Nummern füllen den Silberling und da viel Dramatik und Düsterheiten verpackt gehören, haben diese Songs natürlich ihre Länge und das erinnert an die monumentalen und dramatischen Primordial Scheiben. Die Synths machen das neue Werk der Finnen zwar epischer, aber an Dramatik und Wildheit steht man den irischen Brüdern um nichts nach.

‚Moonpath‘ eröffnet in Falkenbach Manier. Bereits ab hier begibt sich die Hörerschaft auf eine Reise durch sämtliche Berge und Täler heidnischer Welten. Durchgehend im Midtempo mag es wohl monoton klingen, ist es aber nicht. Die Gesamtheit des Werkes fesselt den Hörer so in seinen Bann, dass er sich bei Nummer sieben ‚Archein‘ erschöpft in den Sessel zurückwirft. Nach 45 Minuten ist der Spuk vorbei, garantiert nicht ohne Spuren zu hinterlassen.

Mit simpler Methodik und bodenständigen Sound dringt „Northwind’s Ire“ in jede archaische Seele ein und bereitet uns rechtzeitig zum Julfest wohltuende pagane Klänge. Ein perfekter Sound und mörderisch gutes Black Metal Gekrächze von Chimedra runden ein gelungene Machenschaft ab.

Draugnim ziehen mit „Northwind’s Ire“ ein erstklassiges Debut an Land, so das sie mit einem Schlag im Spitzenfeld der Pagan Szene landen. Die Finnen benötigen zwar noch ein paar Alben um Primordial den Pagan Olymp streitig zu machen, aber die Gegenwart heißt „Northwind’s Ire“ und die ist verdammt gut und darf in keiner Pagan Metal Sammlung fehlen.

Hörbeispiele zu Draugnim finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/draugnim
geschrieben am 15.12.2008 von Erich
auf Trip4you

Bewertung: Punkte (Innovation): 10 von 15
Punkte (Gesamt): 13 von 15
Informationen: Draugnim
Spinefarm Records

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