CD-Review: Thyrfing – Hels vite

thyrfing - hels vite

[Viking Metal] – Regain Records (2008)
Schweden
Vom Nebenprojekt zum Viking Stern!

Es ist manchmal sehr interessant, wie aus einer Nebenbeschäftigung – so locker vom Hocker – etwas besonderes entstehen kann. Passiert aus einem Nebenprojekt, welches 1995 von Patrik und Jocke ins Leben gerufen wurde. Bereits damals waren die Zwei hauptsächlich bei ihrer Band Pantheon tätig. Aus dem Nebenprojekt sind im Laufe der Jahre immerhin zwei Demos, eine EP, ein „Best of“ und sechs weitere Studioalben hervorgegangen. Die Rede ist von Thyrfing. Mittlerweile das musikalische Aushängeschild von Patrik und Jocke, sowie drei weiteren Mitgliedern. Wir widmen uns natürlich dem aktuellen Werk „Hels Vite“

In Falkenbach Manier wird dem Hörer mit dem Opener ‚En Sista Litania‘ gleich die Kost geboten, die ihm auf „Hells vite“ erwartet. Verteilt auf sieben lange Stücke werden Düsterheiten der epischeren Art offeriert. Kein Schnick Schnack, komplizierte Riffs und überfallartige Überraschungen werden der Hörerschaft serviert. Ganz einfach kompromissloser Vikingmetal mit Doom Elementen. Würde es eine eigene Pagan Hitparade geben, käme bei mir Song Nummer zwei ‚Från Stormens Öga‘ von Null auf Platz eins. Diese Nummer geht jedem Wikinger garantiert ins Blut. Anbei sei gleich die Stimmgewalt von Neuzugang Jens Rydén lobenswert erwähnt. Er passt ins Gefüge, wie wenn er schon seit Anbeginn dabei wäre. Alle stimmlichen Varianten des Black Metal werden förmlich herausgebrüllt.

Gesungen wird übrigens in der Heimatsprache, mit Ausnahme von ‚Isolation‘ und ‚Becoming the eye‘. Durch den schwedischen Slang von Jens Rydén sind die englischen Vocals ähnlich unverständlich wie der Rest, außer Mann/Frau ist der schwedischen Sprache mächtig. Das ist aber wieder auf gut Wienerisch „Wurst“, denn man braucht nichts verbal verstehen, man fühlt auf „Hels vite“ und das zählt. Mit Nummer vier ‚Hels vite‘, dem genialen ‚Griftefrid‘ und ‚Tre Vintrar‘ (ein mehr als würdiges episches Finale) sei der Rest der nordischen Inszenierungen bekannt gemacht.

Thyrfing befinden sich am Höhepunkt ihrer Karriere. Fans von Falkenbach und Moonsorrow werden genauso ihre Freude mit „Hels vite“ haben, wie Anhänger von Primordial und Draugnim. Klarerweise auch die restliche Viking Meute. Alleine für das Stück ‚Från Stormens Öga‘ würde ich 15/15 geben, aber auch der Rest ist vorzüglich, so das noch immer eine hervorragende 14/12 raus kommt. Sollten die fünf Schweden „Hels vite“ mit ihrer nächsten Veröffentlichung nochmal toppen, dann wird es sicher das Viking Album des Jahres.

Hörbeispiele zu Thyrfing finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/thyrfingband
geschrieben am 8.1.2009 von Erich
auf Trip4you

Bewertung: Punkte (Innovation): 12 von 15
Punkte (Gesamt): 14 von 15
Informationen: Thyrfing
Regain Records

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