CD-Review: Fejd – Storm

fejd_storm

[Folk Rock] – Napalm Records (2009)
Schweden
Heimatliche Klänge aus dem Norden!

Nicht zu viel versprochen. Der April wird das Monat der Akustik Release. Und wieder stellen sich ein paar Musiker in den Dienst der Ursprünglichkeit, die ihre Wurzeln in der Metal Szene haben. Seit geraumer Zeit folgen ja einige Bands erfolgreich dem Ruf archaischer Klänge. Doch handelt es sich dabei meist um zwischenzeitliche Projekte. Nicht so im Falle von Fejd. Bereits seit 2001 und 3 EP’s stehen sie treu zu schwedischen Dudelsack, Bouzouki, Maultrommel, Drehleier und anderen Instrumenten, die bereits vor mehreren tausend Jahren für gute Laune unter den Volke gesorgt haben. Mit der Steckdose wird zwecks Atmosphäre nur im Hintergrund mit Bass und Drums agiert.

Fejd sind bereits seit geraumer Zeit ein Geheimtipp in der Folk und Folk Rock Szene. Nicht nur weil die ersten beiden EP’s „I en tid som var“ (2002) und „Huldran“ (2004) seit längerem als Gratis Download über die eigene Webseite zur Verfügung stehen, sondern auch wegen der unermüdlichen Live – Präsenz auf verschiedenen Festivals. Mit ihrem ersten Longplayer „Storm“ gehen es die Skandinavier nun so richtig an. Die Erwartungshaltung der Fangemeinschaft war groß. Gleich vorweg, kein einziger wurde enttäuscht. Im Gegenteil. Die Anhängerschar wird mit „Storm“ sicher Zuwachs bekommen. Die Neue von Fejd hat es nämlich gehörig in sich.

Wild und kompromisslos fegt der „Sturm“ über den Plattenteller, unbarmherziger wie so manches Metal Album. Zwölf Songs, wie kann es anders sein – auf Schwedisch – und die haben ordentlich Pfeffer im Arsch. Bereits mit dem Opener ‚Offerok‘ wird man in die archaische Kultur Schwedens versetzt. Größtenteils geht es auch um die traditionelle Geschichte des Landes, was aber die Mehrheit der Hörerschaft wahrscheinlich nicht übersetzten kann. Absolut nicht notwendig. Man versteht es auf andere Art und Weise. „Storm“ lädt trotz sprachlicher Barriere zum Mitsingen, tanzen und gut drauf sein ein. ‚Svanesang‘ macht munter Stimmung weiter und auf ‚Alvor Dansar‘ vernimmt man erstmals Frauengesang. Apropos Gesang, Patrik Rimmerfors raue Stimme fügt sich optimal ins musikalischen Gesamtkonzept ein. Es wechseln sich in Folge fröhliche Folk – Songs mit anmutig melancholischen Kompositionen ab. ‚Storm‘ zugleich Titelträger der CD und längster Song auf dem Silberling ist eine wunderschöne Folk Ballade, wo Patrick Rimmerfors sein ganzes Potenzial in die Waagschale wirft. Ein absolutes Highlight. Auch sonst gibt es keine Schwächen auf dem ersten Full Lengh Album.

Auf „Storm“ heißt die Devise: Kopfhörer aufsetzten und „Augen zu“. Selbst wenn du noch nie in Schweden warst, werden die Bilder von unberührten skandinavischen Landschaften an dir vorbei ziehen. Doch der neue Silberling lädt nicht nur zum Träumen ein, sondern ist ebenso optimaler Begleiter für deine Party im Freien. CD rein und ums Lagerfeuer tanzen und das gleich die ganze Nacht. Dafür gibt es fast die Höchstpunkteanzahl. Nicht nur für Folk Fans ein Muss. Hier wird der Metalhead genauso schwach. Feijd, macht weiter so.

Hörbeispiele zu Fejd finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/fejd
geschrieben am 13.4.2009 von erich@folkmetal.at

Im Forum diskutieren: Folk Metal Forum

Bewertung: Punkte (Innovation): 13 von 15
Punkte (Gesamt): 14 von 15
Informationen: Fejd
Napalm Records

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