CD-Review: Obscurity – Varar

obscurity_varar

[Pagan Metal] – Trollzorn (2009)
Deutschland
Ab ins Reich der Asen!

Bereits seit gut zwölf Jahren treiben Obscurity ihr Unwesen und bedienen sich dem Pagan Metal, wie er nicht klassischer sein kann. Die Discographie weist je zwei Demos und zwei Long Player auf. Mit „Varar“ steht seit ein paar Wochen der dritte Silberling in den Läden. Gleich vorweg, viel Neues darf man sich nicht erwarten.

Die Bergischen bleiben ihrer Linie treu. Beinharter Pagan Metal mit klischeehaften Texten. Der Opener ‚Nach Asgard wir reiten‘ gibt die Richtung straight vor. Wobei erster Titel den größten Wiedererkennungswert auf ‚Varar‘ hat. Es folgen neun weitere unermüdliche Kracher, technisch in 1 A Qualität – hier zeichnet sich die Erfahrung aus – so dass jeder Pagan Krieger bis zum bitteren Ende in die Schlacht mitziehen wird. Eindeutiger Schwachpunkt ist der Gesang von Agalaz, der aber selbst am aller wenigsten etwas dafür kann. Eigentlich will er sich nur den Gitarren Riffs widmen, doch auf der Suche nach einem neuen Sänger sind Obscurity schon seit längerem erfolglos. Aber so schlimm ist es nicht. Irgendwie passen die Stimmbänder von Agalaz doch recht ordentlich ins musikalische Konzept.

Bis auf ‚Battle Metal‘ (Englisch) wird auf deutsch gegrölt. Geschichtlich wollen sich die Jungs aus dem Ruhrpott auch betätigen. Rechtzeitig zum 2000 Jahre Jubiläum wird auf „Varar“ der Titel ‚Varusschlacht‘ präsentiert. Dementsprechend kommen bei diesem Track die Römer ziemlich unter die Räder. Hervorzuheben sei noch ‚Varar‘, zugleich Albumtitel ‚Nordmanner‘, ‚Schutt und Asche‘ und das Finale: ‚Blut und Feuer‘ (für mich der beste Song auf dem neuen Tonträger).

Ansonsten keine Überraschungen im Hause Obscurity. Aber warum auch? Die Bergischen haben ihre Zielgruppe eindeutig definiert. Man kann Ihnen vorwerfen was man will. Sie ziehen ihr Ding durch, was in Zeiten wie diesen aus reiner Geldgier nicht mehr bei sehr vielen Kollegen/Kolleginnen der Fall ist. Innovation ist sicher nicht die Stärke der Ruhrpottler, doch wer auf kompromisslosen Pagan Metal steht, der kann getrost bei der neuen Obscurity Rille zuschlagen und bekommt obendrein eine technisch ansprechende Produktion zu Ohren.

Hörbeispiele zu Obscurity finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/obscuritybergischland
geschrieben am 31.3.2009 von erich@folkmetal.at

Im Forum diskutieren: Folk Metal Forum

Bewertung: Punkte (Innovation): 6 von 15
Punkte (Gesamt): 11 von 15
Informationen: Obscurity
Trollzorn

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