CD-Review: Skyclad – In the…All together

Front

[Folk Metal] – Scarlet Records (2009)
England
Very British Folk Rock!

In den letzen Jahren ist es doch etwas leiser um einer der Mitgründer der (wahren) Folk Rock/Metal Szene geworden. Immerhin tragen sich die Briten seit 1990 in das Bandregister ein. Mr. legendere Stimme „Martin Walkyier“ hat ja bekanntlich 2000 die Band verlassen, wodurch klarerweise eine Lücke entstanden ist. Mit ihm – unvergesslich – wurde einer der besten Live CD’S in der Metal Szene veröffentlicht: „Live at the Dynamo – 1992 & 1995“. Meiner Meinung nach hat Nachfolger „Kevin Ridley“ diese Lücke recht gut geschlossen, obwohl er mit viel Kritik von Fans und Medien konfrontiert wurde. Der Vergleich mit „Walkyier“ musste stets herhalten. Da bereits neun Jahre vergangen sind, ist diese Diskussion mehr als überflüssig geworden. Schließlich war es für die Existenz von „Skyclad“ wichtig sich für „Kevin“ zu entscheiden, der mittlerweile ein mehr als würdiger Nachfolger ist.

Nun steht ganz überraschend das neue Werk von „Skyclad“ in den Läden. Und siehe da, die Pause hat gut getan. Mit viel Schwung und Elan präsentieren sich die Engländer auf ihrer aktuellen CD. Alte Tugenden im neuen Gewand. Bereits der Opener ‚Words upon the street‘ geht es richtig rotzig und rockig an. Die Hörerschaft fühlt sich sofort in alte glorreiche Zeiten versetzt, ohne jedoch eine Kopie vorgelegt zu bekommen. Die fünf Musiker aus Newcastle wirken einfach nach dem längeren Break munter und frisch. Frech und fetzig geht es mit ‚Still small beer‘ weiter. „George Biddle“ überzeugt seit eh und je mit seinem Country angehauchten geffidle und die Gitarren Riffs geben ordentlich Tempo vor. Diese Power Mischung aus Folk, Rock und Metal geht voll ab. Ruhig sitzen bleiben ist unmöglich. Der dazu typisch angelsächsische Einschlag machen Skyclad so unverwechselbar und authentisch. ‚The well-travelled man‘ könnte gut in ein Rock Musical passen. Genau hier zeigt „Kevin“, dass er genauso Charisma in seiner Stimme trägt wie „Walkyer“, nur halt auf andere Art und Weise. Song Nummer drei daher für mich bereits einer der Highlights. ‚Black Summer Rain‘ geht als weiterer Höhepunkt hervor. Die härteste Nummer auf dem Album. Rockig, metallisch, sogar mit groovigen und punkigen Einschlag. Auf ‚Babakoto‘ finden sich außer Folk überraschenderweise progressive und gar orientalische Einflüsse.

Die innovative Seite zeigt sich mehr denn je bei den Engländern. Da macht ‚Hit list‘ keine Ausnahme. Ein ebenso abwechslungsreicher Song mit ruhigen und fetzigen Passagen. ‚Superculture‘ eine folkige Speednummer, rennt an der Hörerschaft förmlich im Geschwindigkeitsrausch vorbei. ‚Which is why‘ kann nicht britisher sein. Hier regiert eindeutig der Folk. ‚Modern Minds‘ geht es da wieder metallischer mit einigen Punkeinflüssen an, ohne die Fiddle zu vergessen. ‚In the…all together‘ schließt ein überzeugendes und mit Höhepunkten voll bestücktes Werk ab. Auf „In the…all together“ gibt es kaum Schwachpunkte.

„Skyclad“ ist (eindeutig) back. „In the…all together“ ist einer der Highlights und vor allem einer der positiven Überraschungen dieses Sommers. Mit diesem Silberling werden die Briten sowohl alte wie auch neue Fans begeistern können. Freuen wir uns daher umso mehr auf die bevorstehende Live Tour von Skyclad im Herbst.

Hörbeispiele zu Skyclad finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/officialskyclad
geschrieben am 12.7.2009 von erich@folkmetal.at

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Bewertung: Punkte (Innovation): 10 von 15
Punkte (Gesamt): 13 von 15
Informationen: Skyclad
Scarlet Records

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