CD-Review: Strydegor – Back on ancient traces

Strydegor_Back On Ancient Traces

[Viking Metal/Death Metal] – CCP Records (2009)
Deutschland
Zu Ehren der Wikinger!

Es ist wieder mal an der Zeit eine junge Band aus Deutschland vorzustellen. „Strydegor“ nennen sich vier Musiker aus Mecklenburg Vorpommern, die sich zwischen Viking – und Death Metal gefunden haben. 2005 unter den Namen „The Alphes“ gegründet, verwendeten die Hagenower damals noch Einflüsse aus den verschiedensten Metalrichtungen. Ein Mitgliederwechsel und eine Namensänderung auf „Strydegor“ im Herbst 2007 war der Anlauf zum ersten Demo Album „Legends of Midgard“ im März 2008 und der darauf folgenden Demo EP „Midwinter’s eve“, die kaum ein halbes Jahr später produziert wurde. Aufgrund guter Rezensionen, sowie toller Live – Präsenz wurde das österreichische Plattenlabel CCP Records auf die Viking Metaller aufmerksam. Noch im selben Jahr unterschrieben „Strydegor“ ihren ersten Plattenvertrag. Was nun 2009 folgt, ist das Debut – Album der Norddeutschen „Back on ancient traces“.

Der Titel lässt bereits erkennen, um was es sich auf den neuen Silberling handelt. Die Hörerschaft bekommt es mit nordischer Mythologie und Wikingerverehrung zu tun. Eigentlich nichts Neues und manch einer wird Skepsis an den Tag bringen, weil es sich um die x-te Band handelt, die zeitgemäß auf den Wikinger Zug aufspringt. Kein Wunder, wird doch der Markt momentan in dieser Richtung total überschwemmt. Mag sein, was zählt ist aber immer noch, ob gut, Mittelmaß oder Schrott. Genre und Stil sollten dabei keine Rolle spielen. Im Falle von „Back on ancient traces“ hat sich meiner Meinung nach aus der Masse der Neuproduktionen ein kleiner Juwel hervorgetan. Was sofort ins Ohr geht ist eine kraftvolle, saubere, sowie technisch einwandfreie Mischung aus Death & Viking Metal.

Düster und brachial geht ‚Dead man’s shore‘ als Aufwärmer ins Rennen. Es folgt ‚Night the vikings arrive‘ und spätestens ab hier vernehme ich die Stimme von Mr. Amon Amarth Johan Hegg, in Person von „Florian Kunde“. Aber nicht nur der Gesang, auch Gitarrenriffs und Drum Beats ähneln den schwedischen Vorbildern. ‚Wild hunt through twelve nights‘ geht in der Manier weiter und mit Nummer vier ‚Ragnarok‘, sowie Nummer fünf ‚Oden’s Wrath‘ folgen meine persönlichen Favoriten. Charakteristisch auch für die gesamte Rille: kraftvolle Riffs, Melodic Death Metal, meist im Midtempo. Rasanter geht es ‚Ravens over Midgard‘ an. ‚Baldur’s Dreams‘, ‚The way to valhall‘ und ‚Tears in storm‘ bilden ein würdiges Finale. Insgesamt bietet „Back on ancient traces“ 41 Minuten kraftvollen, kompromisslosen Metal. Es seinen neben dem Gesang von „Florian Kunde“ noch „Sven Martinek“ (Drums), „Slava Giebel“ (Gitarre) und „Clemens Thieke“ (Bass) löblich erwähnt. Somit haben wir auch gleich das gesamte Line up vorgestellt.

„Back on ancient traces“ punktet mit einer für ein Debut überraschend sauberen und kraftvollen Produktion. Technisch bewegen sich „Strydegor“ bereits auf einen hohen Level. Einen Kritikpunkt müssen sich die vier Jungs aber gefallen lassen. Es wird zu sehr bei den bereits oben genannten Vorbildern angeeckt. Wobei gerade Fans der Schweden wird das eher weniger stören. Etwas mehr Eigenständigkeit kann jedoch nicht schaden. Sollte das gelingen, kann die nächste CD der ganz große Wurf werden. Wer auf Musik von Amon Amarth oder generell guten Melodic Viking Death Metal steht, kann getrost zuschlagen. „Strydegor“ müssen wir auf jeden Fall im Auge behalten.

Hörbeispiele zu Strydegor finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/strydegor
geschrieben am 30.4.2009 von erich@folkmetal.at

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Bewertung: Punkte (Innovation): 9 von 15
Punkte (Gesamt): 12 von 15
Informationen: Strydegor
CCP Records

Eine Antwort zu “CD-Review: Strydegor – Back on ancient traces

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