CD-Review: Tyr – By the light of the northern star

tyr_by the lights.

[Viking Metal] – Napalm Records (2009)
Färöer
Alles beim (guten) Alten!

Eigentlich könnten wir die Rezi mit den Worten: „Nichts neues im Hause Tyr“ abschließen, doch das tun wir natürlich nicht. Aber es trifft den Nagel auf den Kopf. Bereits mit dem Opener ‚Hold the heathen hammer high‘ wird klar, das „Tyr“ ihr Ding so wie immer seit „How far to asgaard“ (2002) durchziehen. Ich kenne kaum eine Combo, die ihr musikalisches Konzept so linear hält, wie „Tyr“, ausgenommen vielleicht „Manowar“.

Was man den Männern von den Färöern jedoch zu Gute halten muss. Die Mucke kommt immer noch an. Seien es die klassischen Gitarren Riffs im Stile der Achtziger, die epischen Wikinger-Choräle oder die färöischen Texte, die von Legenden, nordischer Mythologie & Heldentum handeln. „Tyr“ bleibt „Tyr“ und die meisten Fans der Nordmänner werden das auch honorieren. Eines ist allerdings klar. „By the light of the northern star“ wird keinen Horizont überschreiten.

Insgesamt bekommen wir auf der lt. Edition elf Stücke serviert, die wieder einmal Hörer und Hörerin in vergangene Zeiten transferieren. Geschichtlich gesehen um ca. 1.000 Jahre. Und irgendwie könnte die Hörerschaft schon ernsthaft glauben, dass die Musik vor 10 Jahrhunderten genauso geklungen hat. Wenn sich auch diverse Experten darum streiten, ob „Tyr“ überhaupt dem Viking Metal zuzuordnen sind und nicht doch dem Power Metal… – lassen wir sie streiten. Meiner Meinung nach kann Viking Metal nicht wahrheitsgetreuer sein, als auf „B.T.L.O.T.N.S.“. Denn wo steht geschrieben, dass Bands wie Ensiferum, Kampfar oder Thyrfing ein Patent auf dieses Genre haben? Nur weil sie einer Legende wie „Bathory“ stilistisch näher stehen und bei „Tyr“ nur Klargesang praktiziert wird? Solche absurden Argumentationen habe ich schon vernommen. Wer, wenn nicht „Tyr“ ist diesem Genre besser zuzuordnen? Alleine schon die färöischen Lyrics verleihen den Kriegsgöttern eine typische Wikinger Note.

An den Vorgänger „Land“ kommen die Vikings mit „B.T.L.O.T.N.S.“ nicht ran. „Land“ hat mehr Wiedererkennungswert. „B.T.L.O.T.N.S.“ wird erst nach mehreren Durchläufen eingängig. Aber sei es, wie es sei, mit ihrem neuen Tonträger werden die Männer von „Tyr“ ihre Anhängerschaft sowieso zufriedenstellen. Neue Sektenmitglieder wir man wohl nicht dazu gewinnen – Innovation stand sowieso nie an erster Stelle bei „Tyr“. Fazit: Nicht schlecht, aber auch nicht der (Thor) Hammer. Anspieltipps: ‚Hold the heathen hammer high‘, ‚Into the storm‘ ‚Northern gate‘ und ‚By the light of the northern star‘.

Hörbeispiele zu Tyr finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/tyr1
geschrieben am 31.5.2009 von erich@folkmetal.at

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Bewertung: Punkte (Innovation): 6 von 15
Punkte (Gesamt): 11 von 15
Informationen: Tyr
Napalm Records

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