CD-Review: Bran Barr – Sidh

branbarr_sidh

[Folk Metal] – Trollzorn (2010)
Frankreich
Les Gaulois sont là!

Gallier sind bzw. waren ein keltischer Stamm, welcher u. a. Teile des heutigen Frankreichs besiedelte. Aus dessen Hauptstadt Paris stammen Bran Barr, welche sich dem Celtic Folk Metal verschrieben haben und nun mit „Sidh“ ihr Zweitlingswerk veröffentlichen.

Wer bei Celtic Metal automatisch an die helvetischen Nachbarn von Eluveitie denkt, liegt hier allerdings nicht ganz richtig. Während vorgenannte im Death Metal zuhause sind, klingen Bran Barr deutlich schwarzmetallischer. Will man Vergleiche mit anderen Bands anstellen, so können (frühe) Cruachan, oder die Landsmänner von Aes Dana und Heol Telwen genannt werden. Bei letzteren ist dies kaum verwunderlich, sind die Bandmitglieder doch teilweise identisch.

War Drums eröffnen das Album, bevor eine akustische Gitarre und anschliessend verschiedene Pipes und Whistles einsetzen. Letztgenannte prägen den Sound von Bran Barr und sind durch das ganze Album hindurch omnipräsent.

Nach dem rein akustischen Intro folgen Stromgitarren satt: „Celebration – Son of Nuadh Amhach“ und „Fury – Exile of the Orphan“ haben ihr Grundgerüst im Black Metal. Dieser klingt recht skandinavisch und wird jeweils mit Akustikparts und gelegentlichen Gitarrensoli aufgelockert. Stimmlich bewegt man sich zwischen Gekeife und heroischem Klargesang.

Der vierte Track „The Call – Gathering the tribes“ trägt wiederum ein akustisch-folkiges Gewand. So beginnen auch „Passage – The curse of the manimal“ sowie „Rebirth – Morgan´s gift to Righ Sidh“. Erstgenannter Track kommt wiederum schwarzmetallisch daher, während „Rebirth…“ auch Elemente des klassischen Heavy Metals aufweist.

Erstmals der französischen Sprache bedient man sich in „Profediez“, gefolgt vom Highlight des Albums „Revelation – In the dominion of Kernunnos“. Hier zeigen Bran Barr, was sie ausmacht: heroischer Gesang, Gekeife, geniale Melodieführung und das gekonnte Zusammenspiel von Black Metal und Folkinstrumenten.

Track Neun „Journey – The grand quest for the magical acorn“ weist mit gut zwölf Minuten Spielzeit Überlänge auf, doch von Langeweile keine Spur. Dazu sind Bran Barr schlicht zu abwechslungsreich. Beschlossen wird das Album schliesslich mit einem Cover der Okzitanischen Folkband Stille Volk, welches auf den Titel „Ode aux Lointains souverans“ hört.

Die Produktion des Albums ist hervorragend. Jedes einzelne Instrument kann sauber herausgehört werden, was gerade in diesem Genre keineswegs selbstverständlich ist. Bran Barr verwöhnen den Hörer mit einer knappen Stunde hervorragendem Folk Metal, wo zu keinem Zeitpunkt so etwas wie Langeweile aufkommt. Unbedingte Kauf- und Hörempfehlung!

Hörbeispiele zu Bran Barr finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/branbarr
geschrieben am 10.1.2010 von wallace@folkmetal.at

Im Forum diskutieren: Folk Metal Forum

Bewertung: Punkte (Innovation): 11 von 15
Punkte (Gesamt): 13 von 15
Informationen: Bran Barr
Trollzorn

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