CD-Review: Hammer Horde – Under the mighty oath

hammer horde_under the mighty oath

[Viking Metal] – Storm Surge Records (2009)
USA
Epischer Viking Metal aus Übersee!

Sie mal einer an. Da kommt nach längerem Warten wieder etwas brauchbares über den Atlantik. Viking Metal aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Hammer Horde nennen sich die fünf Wikinger, kommen also nicht aus dem kühlen Regionen Europas, sondern aus dem Norden Amerikas, nämlich Ohio. Immerhin grenzt der Bundesstaat an Kanada. Da kann man schon fast von nordischen Gefilden sprechen. Aber lassen wir den Geographieunterricht sein und widmen wir uns lieber dem musikalischen Treiben von Hammer Horde. Genauer genommen, dem ersten Werk „Under the mighty oath“.

Um eine reine amerikanische Machenschaft handelt es sich beim Debut von Hammer Horde keineswegs. Wurde die Scheibe doch im Finnvox zu Helsinki von Meister Jussila gemixt. Mit einem für Viking Konzeptalben typischen Intro wird der neue Rundling eröffnet. ‚Storm of the pagan skies‘ startet den Longplayer, ehe es mit ‚Pierced by odin’s spear‘ richtig los geht. Gleich hier sollte der Hörerschaft eine etwas sonderbare Mixtur, bestehend aus düsteren Viking/Pagan – Metal Riffs mit Black Metal Gekrächze und klassischen 80’s Metal Elementen a la Manowar, auffallen. Sonderbar, weil ungewohnt. Mit Fortdauer gewöhnt sich das Ohr jedoch schnell an die Mischung. Zu einem, weil diese stimmig rüber kommt, zum anderen, weil der Tonträger wirklich sauber produziert wurde. Lust but not least, weil die Jungs von Hammer Horde was von Musik und Trends verstehen. ‚Under the mighty oath‘, zugleich Titel des Albums, ist einer der Höhepunkte.

Nicht minder gefällt ‚In the name of winter’s wrath‘ und der schwärzeste Song auf dem Tonträger ‚Howl of Himinbjorg‘, zugleich mein persönlicher Favorit. Aber auch hier werden heroische und epische Elemente eingebaut, so wie auf dem restlichen Stücken. Erwähnenswert ist noch ‚Farewell to the fallen‘ eine zu Beginn folkige Nummer, die gegen Ende metallisch ausklingt. Auch der Rest der CD fällt nicht negativ aus dem Gleichgewicht. Insgesamt werden neun gute Viking Nummern mit einem Hauch amerikanischer Epic dargeboten. Die Lyrics braucht man anhand der bereits genannten Titel nicht näher erläutern. Da hält es Hammer Horde mit den europäischen Vorbildern.

„Under the mighty oath“ besticht durch eine gute Produktion, eine gesunde Mischung aus Viking, Epic – und Black Metal Elementen, sowie durch den variablen Gesang. Innovation ist sicher nicht die Stärke der Amis, aber eine gewisse Eigenständigkeit ist auf jeden Fall erkennbar. Anleihen haben sich die Jungs aus Ohio dennoch von Combos wie Ensiferum, Tyr oder Catamenia geholt. Anhänger der genannten Bands werden sicher auch gefallen an Hammer Horde finden, ebenso der ein oder andere Manowar – Liebhaber.

Hörbeispiele zu Hammer Horde finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/hammerhorde
geschrieben am 30.8.2009 von erich@folkmetal.at

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Bewertung: Punkte (Innovation): 7 von 15
Punkte (Gesamt): 11 von 15
Informationen: Hammer Horde
Storm Surge Records

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