CD-Review: Nastrandir – Prayer to earth

nastrandir_prayer to earth

[Viking Metal] – Twilight (2009)
Deutschland
Spiritueller Viking Metal!

Mit Nastrandir dürfen wir wieder eine junge, ambitionierte Band aus dem Vking Metal Sektor vorstellen. Die Gründung der Deutschen geht auf das Jahr 2006 zurück. Eine One-Track EP „Des Kriegers Reise“ wurde bereits im Gründungsjahr veröffentlicht. Kaum ein Jahr darauf kam die erste CD „Zwischen Horizonten“ auf den Markt. Weitere zwei Jahre später folgt nun der zweite Tonträger „Prayer to earth“, denn wir heute genauer unter die Lupe nehmen werden.

Auf der offiziellen My Space Seite wird Nastrandir als Earthbound Viking Metal bezeichnet, was sich ja recht interessant anhört. Um es aber zu vereinfachen: „Liebhaber des düsteren Viking, bzw. Pagan Metals liegen im Falle von Nastrandir vollkommen richtig.“ Insgesamt befinden sich acht Tracks mit einer Gesamtspielzeit von über einer Stunde auf dem Silberling. Allerdings sind nur die ersten 1.000 Stück mit dem Bathory Cover ‚Gods of thunder of wind and of rain‘ als Lt. Edition versehen.

‚Prayer to earth‘ startet ohne Kompromisse aus den Boxen. Hier wird endlich einmal auf ein einfallsloses Intro verzichtet und lieber gleich losgelegt. Sofort gehen die eingängigen Gitarrenriffs ins Ohr, welche stark an Draugnim erinnern. Ähnlich ergeht es dem Zuhörer beim Titel Nummer zwei: ‚When I’ll die‘. Allerdings sind hier die zwischenzeitlichen Choräle in die Hosen gegangen. Wesentlich besser dafür ‚Fäuste aus Stein‘, zugleich einer der Höhepunkte auf „Prayer to earth“. ‚Fäuste aus Stein‘ hat alles, was einen guten Viking Song ausmacht. Eingängige Riffs, gutes Gekrächze von den Vokalisten „Grimnir“ & „Gorm“, sowie melodische, mystische Breaks. Episch beginnt es auf ‚Bloodred horizons‘, ehe es meist im Down Tempo düster, ja fast doomig zugeht. ‚Evernight‘ schliesst nahtlos an den Vorgänger an. Hier kommt der Doom ganz raus (My dying Bride lassen grüßen). ‚Frei‘ – meist im Midtempo – punktet mit vielen gekonnten Breaks und ‚Rise of runs‘ ist der Titel mit Überlänge. Hier sind Primordial Einflüsse nicht zu überhören. Als Draufgabe gibt es dann noch ein gutes Cover von ‚Gods of thunder of wind and of rain‘ von Bathory. Aber bereits wie erwähnt nur für die ersten 1.000 Käufer.

Nastrandir gehen neue Wege im Viking/Pagan Metal, ohne jedoch das Rad neu erfunden zu haben. Muss auch nicht sein. Anhänger von Primordial, Draugnim, Ensiferum, Skyforger und Bathory werden an „Prayer to earth“ sicher Gefallen finden. Für den düsteren Einschlag sorgen noch Doom – und progressive Elemente. Gutes Album, trotzdem geht da noch was nach oben.

Hörbeispiele zu Nastrandir finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/nastrandirmetal
geschrieben am 15.7.2009 von erich@folkmetal.at

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Bewertung: Punkte (Innovation): 8 von 15
Punkte (Gesamt): 11 von 15
Informationen: Nastrandir
Twilight

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