CD-Review: O’Cold Körns – Divided by zero

o cold koerns_divided by zero

[Death Metal] – Eigenproduktion (2010)
Österreich
Death Metal unter dem Thor Hammer!

Es war nicht nur ein Lippenbekenntnis, als wir verkündeten noch weiter in Richtung Underground zu gehen. Fast schon jedes dritte Review entspringt einer Eigenproduktion. Genau hier liegt unser Bestreben: „Nicht nur über Szenehäuptlinge a la Ensiferum zu schreiben, sondern speziell jungen, hungrigen Bands eine Plattform zu bieten“. Klein, aber fein, so wie wir. Stellvertretend dafür präsentieren wir eine Band, von der ich über eine dritte Person zwischen Tür und Angel eine CD mit dem schlichten Kommentar: „Hör’s dir mal an“ in die Hände bekommen habe.

Ein eher außergewöhnlicher Bandname und ein Cover welches zu einer Hardcore Combo besser passen würde, hielten mich nicht davor ab, die Scheibe gleich einzuwerfen. Und siehe (höre) da, es funzt. Nicht selten wird dir ein Neuprojekt untergejubelt, wo sich die Mitglieder in den Wald begeben, sich dort mit Steinen bewerfen, das Massaker mit drei Mono Recordern aufnehmen, um es in Opas Weinkeller unter Drogeneinfluss zu mixen. Das solche Projekte dann noch einen Plattenvertrag erhalten, ist mit Blasphemie gleichzusetzen. Nicht so im Falle von O’Cold Körns. Die aus dem östlichsten Bundesland Österreichs stammende Formation beeindruckt mich gleich mit einem satten Sound.

„Divided by Zero“ lautet das erste Album der Burgenländer – ein Demo namens Demo(n) steht bereits auf der Disc Liste. Divided… umfasst sechs Tracks, wie gesagt in sehr guter Tonqualität. Aber das alleine ist es ja heutzutage nicht. Abgesehen von einigen bereits genannten Steinwerfern, ist es heute natürlich um vieles einfacher einen guten Sound ohne hohen Preisaufwand zu produzieren. Selbstverständlich ist es jedoch nicht. Da gehört Talent, aber vor allem Herzblut dazu. Beides Eigenschaften, die auf „Divided by Zero“ spürbar sind. Gleich vorweg. Hier wird nicht etwas neues erfunden und ein Sturmgewitter an Innovation geboten. Nein, ganz einfach bodenständiger Death Metal mit melodiösen Einschlag, gerne auch Melodic Death Metal genannt.

‚Silent Death‘ startet ohne Intro kompromisslos in den Six Pack. Die kurze Nummer hat einiges zu bieten. Viele Rythmuswechsel und melodiöse Gitarren Parts lassen die Vorbilder erahnen. Da spiegelt sich Amon Amarth in der ein oder anderen Passage. „Wieder einmal“, wird sich der Leser vielleicht denken, doch warum soll man sich an den Masters nicht orientieren? Nicht falsch verstehen, kopiert werden hier die Donnergötter keinesfalls. ‚Divided by zero‘ ist gleich mal mein Lieblingssong auf dem Album. Verspielt und doch hart. Ganz schön kaltschnäuzig geht es mit ‚Raise your fist‘ weiter. Die Melodie kommt auch hier nicht zu kurz. ‚Martyr‘ hat Wiedererkennunswert, genau so wie ‚Creating new Disorder‘ und ‚The Reflection in our blood‘ (ein würdiger Abschluss und zugleich für mich zwei weitere Favoriten).

Eine absolute Weiterempfehlungsrate gibt es für O’Cold Körns. Na klar, einiges ist verbesserungswürdig. Aber da geht es um kleine Details. Diese sind auch nicht für die weitere Entwicklung entscheidend, sondern das man mit noch mehr Herzblut dabei ist und die persönliche Note verstärkt. Wenn das die Jungs von O’Cold Körns beherzigen, dann wird es nur mehr eine Frage der Zeit sein, bis sich ein Plattenlabel findet. Genau das wäre der erste Schritt, vielleicht sogar zu etwas Größeren.

Wer Amon Amarth und Wulfgar zu seinem Favoritenkreis zählt, der kann getrost seine Sammlung mit „Divided by zero“ ergänzen. Wie macht er das? Auf die HP gehen oder ein E Mail an band@ocoldkoerns.com schicken. Die paar Euronen sind für eine junge sympathische Band gut investiert und man bekommt dafür auch noch ehrlichen Death Metal zu hören.

Hörbeispiele zu O’Cold Körns finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/ocoldkoerns
geschrieben am 12.4.2010 von erich@folkmetal.at

Im Forum diskutieren: Folk Metal Forum

Bewertung: Punkte (Innovation): 6 von 15
Punkte (Gesamt): 11 von 15
Informationen: O’Cold Körns
Eigenproduktion

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