CD-Review: Saltatio Mortis – Wer Wind saet

saltatio mortis_wer wind saet

[Medieval] – Napalm Records (2009)
Deutschland
Aufstieg in die erste Medieval Liga!

Nun sei es vollbracht. Wer Wind sät….steht bereit, um auf die Medieval Meute losgelassen zu werden. „Wer Wind sät“ ist nicht nur die mittlerweile achte Ausgabe von Saltatio Mortis, sondern auch mit Sicherheit ein neuer Meilenstein innerhalb der Medieval Szene. Gut zwei Jahre nach „Aus der Asche“ kann sich die Mittelalter Rock – Community auf das neue Werk der Baden Württemberger freuen. Das warten hat sich ausgezahlt.

Sicher wird der ein oder andere den Anfangszeiten von Saltatio Mortis hinterher trauern. Meine Befürchtung war ebenso, dass es sich aufgrund der musikalischen Weiterentwicklung Richtung Rock und Metal, um den x-ten In Extremo Klon handeln könnte. Die Entwicklung war zwar eine ähnliche, wie bei den Berlinern: „Vom Mittelalter Markt – Image hin zum technisch sauberen Medieval Metal.“, doch bereits mit dem Vorgänger „Aus der Asche“ haben Saltatio Mortis ihre eigene Etikette kreiert. Die logische Folge: „Wer Wind sät“.

‚Ebenbild‘ leitet nach einem kurzen Dudelsack Intro rockig und fetzig ein. Somit haben wir den Charakter der neuen Scheibe gleich auf den Punkt gebracht: „Rotziger Medieval Rock – Metal mit dem Dudelsack als ständigen Begleiter“. Ansonsten musste das Mittelalter, wie bereits auf „Aus der Asche“ ziemlich weichen. Kopfschütteln löste bei mir Anfangs das Featering mit Doro Pesch ‚Salome‘ aus. Allerdings nach mehrmaligen anhören gebe ich zu, dass es sich dabei um einen genialen Schachzug handelt. Der orientalisch angehauchten Nummer verleiht die Stimme von Doro genau die richtige Atmosphäre. Interessant wird, wie der Song Live ohne Fr. Pesch rüber kommt?

Der Rest des neuen Werks der sieben Jungs aus Süd Germany ist selbsterklärend: „Mann/Frau muss es kaufen“. Enttäuschte Mittelalter Romantiker werden garantiert ebenso auf ihre Rechnung kommen. Saltatio Mortis bieten auf „Wer Wind sät“ zeitgemäßen Medieval Metal, sowie eine technisch perfekte Produktion und harmonische Dudelsack Parts als ständigen Wegbegleiter. Alea’s (der Bescheidene) Stimme hat sich weiter verbessert und stellt somit ein weiteres Markenzeichen von Saltatio Mortis dar. Anspieltipps: ‚Ebenbild‘, Salome‘, ‚La Jument De Michao‘ (ein französisches Stück darf natürlich nicht fehlen), ‚Rastlos‘, ‚Miststück‘ und ‚Vergessene Götter‘ – gefällt mir textlich außerordentlich gut. Übrigens wurden die Anspieltipps von einem Zufallsgenerator erstellt. Es könnte auch der Rest des Albums an dieser Stelle stehen.

Absolute Kaufempfehlung. Und wenn dann gleich die Lt. Edition mit allen Schmankerln (frage mich nur für was es da noch andere Ausgaben gibt). Mit „Wer Wind sät“ haben sich Saltatio Mortis endgültig in die erste Liga des deutschsprachigen Folk Rock/Metal gespielt. Damit sind die Baden Württemberger in Augenhöhe mit Mitbewerbern wie In extremo, Subway to Sally und Schandmaul. Weiter so!

Hörbeispiele zu Saltatio Mortis finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/mittelalterpunk
geschrieben am 31.8.2009 von erich@folkmetal.at

Im Forum diskutieren: Folk Metal Forum

Bewertung: Punkte (Innovation): 10 von 15
Punkte (Gesamt): 14 von 15
Informationen: Saltatio Mortis
Napalm Records

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