CD-Review: Spectral – Evil iron Kingdom

spectral_evil iron kingdom

[Pagan Metal] – CCP Records (2009)
Deutschland
Konsequent für Odin!

Das österreichische Label CCP Records überlässt sicher nichts dem Zufall. Beheimatet im Extreme Metal Bereich scharrt CCP aufstrebende, talentierte – zugleich altbewährte und erfahrene Bands um sich. Mit Spectral wurde vor ca. zwei Jahren ein Projekt ins Drachenboot geholt, welches eher der zweiten Kategorie angehört. Immerhin geht die Gründung auf das Jahr 1995 zurück. Bis 2007 folgte ein kleiner und drei große Tonträger. Letzteren („Stormriders“) kann man getrost als Durchbruch für die Band bezeichnen. „Stormriders“ bekam in den großen Fanzines durch die Bank positive Kritiken und der Bekanntheitsgrad der Rheinland-Pfalzer erhöhte sich speziell in der Viking/Pagan – Szene enorm.

Zwei Jahre sind vergangen und wir stehen kurz vor dem Release des Stormriders – Nachfolger. Gleich vorweg eine Message an alle, die Spectral bereits zu ihren engeren Favoritenkreis zählen: „Ihr könnt die Partykeller aufheizen, die Anlage entstauben und am 21. November den Plattenladen stürmen, damit ihr auch für die nächste Pagan Feier gut gerüstet seid.“ Denn „Evil iron Kingdom“ setzt da fort, wo „Stormriders“ aufgehört hat. Auf dem neuen Silberling wird eine kompromisslose Mischung aus Pagan – Viking – und klassischen Thrash Metal geboten.

Bestätigt wird das gleich nach kurzem Intro mit ‚Evil from Kingdom‘, dem gleichnamigen CD – Titelträger, gefolgt von ‚United forces‘ und ‚Die in Battle‘. Meist im Vollgas – Tempo, wobei dazwischen auch ab und zu verspielte Elemente eingebaut wurden. Speziell bei letztgenannten Titel kommt die Gitarrenarbeit häufiger vordergründig zu Wort. Wohl bedingt durch den Wechsel von Bandmitglied Aggressor vom Bass zur Gitarre. Da kann es bei ‚Embraze the darkness‘ auch ruhig epischer zugehen. Und der Clean Gesang macht sich recht gut. Für mich ein Favorit auf dem neuen Tonträger, ebenso wie ‚Pagan Steel‘ – eingängig, kurzweilig mit der vorprogrammierten Hommage an Odin. Generell ist die Message klar und verständlich. Sowohl musikalisch, als auch lyrisch. Übrigens bedient man sich bei Spectral nur einer Sprache, nämlich Englisch.

Abgesehen von meinen zwei bereits genannten Favoriten, kommt das Beste am Schluss. ‚Age of eternal vitory‘ gefällt ebenfalls mit epischen Parts, hingegen wird es mit ‚Axecutioner‘ im Stille des 80er – Thrash nostalgisch. ‚Ira Inflamatus‘ hat sogar was düster dramatisches auf sich, wobei bei den Deutschen oft ein Schuss Ironie nicht zu leugnen ist. ‚Raise your fist‘ beendet den Longplayer nochmals mit allen Facetten aus dem Lager von Spectral.

Was kann man abschließend sagen? Gut gebrüllt „Marco“ (Growls und Gekeife), passable Gitarren – und Bassarbeit, dass Keyboard führt kein Eigenleben, fügt sich atmosphärisch ein und „Meik“ taktiert gekonnt am Schlagzeug.

Alles in allem ein gute Leistung, auch wenn das Sechstett aus Müllenborn bewusst auf Innovation verzichtet. Aber wo sich andere Bands in Selbstverwirklichung aufhängen, gehen Spectral konsequent ihren Weg und die Hörerschaft merkt, die Jungs haben Spaß dabei. Die Pagan und Viking – Meute kann getrost zuschlagen, Metaller aus anderen Genres sollten aber zumindest reinhören.

Hörbeispiele zu Spectral finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/blackvikingpower
geschrieben am 6.11.2009 von erich@folkmetal.at

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Bewertung: Punkte (Innovation): 7 von 15
Punkte (Gesamt): 12 von 15
Informationen: Spectral
CCP Records

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