CD-Review: Svartsot – Mulmets Viser

svartsot_mulmets viser

[Folk Metal] – Napalm Records (2010)
Dänemark
Von den Toten auferstanden!

Wie wenn es gestern gewesen wäre…unser erstes Review – im Jänner 2008 veröffentlicht und gleich ein Paukenschlag. Die Rede ist vom rotzfrechen Debut der Dänen Svartsot „Ravnenes Saga“. Nicht umsonst gab es damals die Höchstpunkteanzahl. Doch statt vielversprechenden Auftritten und weiteren musikalischen Leckerbissen fielen die Dänen in ein Loch, bedingt durch viele Line up – Wechsel. In den meisten Fällen ist da das Ende nahe. Als ich da unverhofft von einem Nachfolger von „Ravnenes Saga“ erfuhr, war meine Freude groß. Was mir jedoch zu denken gab, war eine neu formierte Combo inkl. Lead Sänger Wechsel. Abwarten war angesagt.

Und siehe da Svartsot NEU klingt nicht viel anders als Svartsot ALT. Zum Glück! Fast drei Jahre nach dem Debut präsentiert sich ein neuer Silberling mit ebenso neuen Mitgliedern aber einem Stil der dem Vorgänger sehr ähnelt. Gleich die ersten Klänge von ‚Aethelred‘ lassen das erkennen. Harter Metal bestehend aus Thrash und Melodic Death Anleihen, harmonisch begleitet von archaischen Instrumenten, meist der Flöte. Und höre da, die Death Growls werden wir trotz Sängerwechsel nicht vermissen. Genauso derb dröhnen diese aus dem Munde von Vokalist Thor Bager. Die sechs Skandinavier präsentieren sich auf ihrem neuen Werk sogar eine Spur härter und ernster. Wohl kommt in erster Linie noch immer der Spaßfaktor in den Vordergrund, allerdings werden auch ernstere Themen behandelt. Met und Horn spielen aber noch immer die erste Geige ohne wie auf dem Erstlingswerk kitschig rüber zu kommen.

Insgesamt werden zwölf Stücke auf „Mulmets Viser“ in dänischer Sprache geboten. Wer die Flöte nicht unbedingt zu seinen Lieblingsinstrumenten zählt und Wechselgesang bevorzugt, kann Svartsot eine gewisse Monotonität unterstellen. Ich persönlich kann mich an diesem Instrument dank Hans Jorgen Martinus Hansen (nicht schlecht die Namensgebung) nicht genug satt hören. Gut, Innovation war schon bei „Ravenes Saga“ nicht die Stärke der Nordländer, aber warum selbst verwirklichen, wenn man den Nagel am Kopf trifft.

Svartsot machen dort weiter, wo sie mit ihrem Debut aufgehört haben. Der neue Anzug passt ähnlich gut. Trotzdem „Ravenes Saga“ konnten die Dänen nicht toppen. Dafür fehlt einfach ein Song wie ‚Gravoellet‘ oder ‚Jotunheimsfaerden‘. „Mulmets Viser“ besticht dafür durch Kompaktheit. Anspieltipps: ‚Lokkevisen‘, ‚Havfruens Kvæd‘, ‚Laster og Tarv‘ und ‚Grendel‘.

Fazit: genau so soll Folk Metal sein. Fans von Amon Amarth können genauso zuschlagen wie Liebhaber von Eluveitie oder Finntroll.

Hörbeispiele zu Svartsot finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/svartsot

geschrieben am 26.4.2010 von erich@folkmetal.at

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Bewertung: Punkte (Innovation): 9 von 15
Punkte (Gesamt): 13 von 15
Informationen: Svartsot
Napalm Records

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