CD-Review: Thormesis – Vergangene Asche

thormesis_vergangene asche

[Pagan Metal] – Düsterwald Produktionen (2009)
Deutschland
Heidensturm aus Rothenburg!

Wir stellen vor: Travos, Keltor, Velsir und Berucas – vereint unter dem Bandnamen „Thormesis“ – gegründet 2006 und angesiedelt im romantischen Städtchen Rothenburg. Mit dem Debut „Gehet hin und kämpfet“ trat das Quartett erstmals 2008 in Erscheinung. Kaum zwei Jahre vergangen, folgt Streich Nummer Zwei.

Übrigens, Travos ist für uns kein Unbekannter mehr. In der Black Metal Formation „Laudanum“ ist er für den Bass verantwortlich. Bei Thormesis hingegen für Gitarre und Gesang.

Was wir uns in diesem Review auf jeden Fall ersparen, ist eine Genrediskussion. Keine Experimente, keine progressiven Elemente, dafür Pagan Metal in Reinkultur.

Im deutschsprachigen Raum kann man schon seit geraumer Zeit auf eine eigenständige Pagan Metal Szene stolz sein. Dafür sind Bands wie Menhir, Black Messiah, Adorned Brood, Spectral, Thrudvangar oder Obscurity verantwortlich. Thormesis reien sich da nahtlos ein. Und das ist absolut als Kompliment zu verstehen. Denn vieles, was in letzter Zeit veröffentlicht wurde, schadet dieser Stilrichtung. Um so wichtiger sind gute und saubere Produktionen, damit der Pagan Metal nicht nur als zeitbegrenztes Subgenre in die Musikgeschichtsbücher eingeht.

Die Rothenburger haben mit „Vergangene Asche“ das Rad nicht neu erfunden und begeben sich ebenso nicht auf experimentelle Pfade, dafür darf die Hörerschaft mit der neuen Scheibe die kommende Pagan Metal – Party bereits planen. Genau das was außen drauf steht, ist auch drinnen zu finden. Zehn Stücke inkl. Intro und Outro, mit klischeehaften Lyrics. Aber mal ehrlich, ist das nicht das, was wir alle hören wollen?

Nach kurzem Intro geht es mit einem fröhlichen „Hoi“ los, welches ‚Nordmond‘ einleitet. Gleich einmal ein Anspieltipp. Gesangstechnisch wird Black Metal Gekrächze mit kürzeren Growl – und Clean Gesang Parts kombiniert. Und da ist schon mein einziger Kritikpunkt. Mit dem Clean Gesang komme ich nicht so ganz zurecht und das trotz duzender Durchläufe. Ob hier die Extreme zu weit auseinander liegen, ist wohl Geschmacksache. Aber der Hörer baut eine gewisse Düsterheit und Aggression auf und wird mit dem Cleangesang plötzlich aus dem Konzept gerissen. In diesem Fall wäre weniger mehr gewesen. Ein Punkt der jedoch dem Gesamtwerk nur geringfügig Abzüge bringt.

Weitere Favoriten folgen mit ‚Geschenk des Vaters‘ und ‚Mein toter Weg‘ (hier passt der Clean Gesang perfekt). ‚Geladen zum Fest‘ wird sicher zum Liveknaller. Da tanzt Odin garantiert im Kreise mit. Ein weiterer Beweis, wie schön Klischee sein kann. Gen Ende des Albums möchte ich noch ‚Vergangene Asche‘ hervorheben. Weiters sei erwähnt, das auf dem Silberling kein einziger schwacher Song vertreten ist. „Vergangene Asche“ ist eine Scheibe, bei der ich fröhlich aber auch betrübt sein kann, somit Musik für jede Stimmungslage.

Das Zweitwerk der Rothenburger wirkt sofort auf den Hörer und es ist auch nach mehreren Durchgängen nicht die Luft draußen. Trotz mangelnder Innovation und obwohl mir der Clean Gesang nicht immer geheuer ist, eine gute „Zwölf“. Empfehlung für die gesamte Pagan Meute.

Hörbeispiele zu Thormesis finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/paganthormesis
geschrieben am 15.12.2009 von erich@folkmetal.at

Im Forum diskutieren: Folk Metal Forum

Bewertung: Punkte (Innovation): 6 von 15
Punkte (Gesamt): 12 von 15
Informationen: Thormesis
Düsterwald Produktionen

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