CD-Review: Tyrael – Der Wald ist mein Zuhause

tyrael_der Wald ist mein Zuhause

[Black/Death Metal] – Eigenproduktion (2010)
Deutschland
Nichts für Zartbesaitete!

Die fünf Jungs von Tyrael aus der Region Bonn präsentieren uns einen Mix aus Black und Death Metal, wobei die schwarzmetallischen Elemente insgesamt vorherrschen. Doch es lassen sich auch einige Verbindungen zu den üblicherweise durch uns abgedeckten Genres entdecken. Da wäre zum Beispiel eine gewisse Naturverbundenheit (man beachte den Albumtitel). Auch lässt sich ein folkiger Track auf der Scheibe finden. Und nicht zuletzt gibt es eine Parallele zu den Landsleuten von Hel. Doch dazu später mehr…

Das Werk startet ohne Umschweife von Null auf Hundert. Sofort fällt auf: Der Sound von Tyrael ist geprägt von krankem Gekrächze und extremen Gegrunze. Sicherlich nicht jedermanns Sache aber nach einigen Durchläufen kann ich mich durchaus damit anfreunden. Die Lyrics sind deutsch und englisch gehalten. Da ist man froh, dass diese im Booklet abgedruckt sind, denn verstehen kann man die Vokalisten nur selten.

Zwei Tracks sind besonders hervor zu heben: Zum einen „Wo sind die Meinen?“. Hierbei handelt es sich um den einzigen akustischen Song des Albums. Und der hat’s in sich: Mit folkigem Touch und genialer Melodieführung kann man hier das Lagerfeuer beinahe knistern hören. Goethe stand Pate beim Zweiten und so kommen wir auch zur Gemeinsamkeit mit Hel; wie Vorgenannte vertonen Tyrael den „Erlkönig“. In einer deutlich temporeicheren, aber nicht minder genialen Variante als die Epiker aus Lüdenscheid dies taten.

Es wird heftig geprügelt, der Bangfaktor ist stets hoch, aber immer auch mit der nötigen Prise Melodik versehen. Ein insgesamt gelungenes Debüt. Für die Zukunft ist wünschenswert, dass die einzelnen Songs noch etwas mehr Variantenreichtum aufweisen. Abgesehen von unten aufgeführten Anspieltipps, klingt doch vieles recht ähnlich. Soundtechnisch kann man Tyrael eigentlich nur vorwerfen, dass bei Double-Bass Passagen eben diese etwas rumpeln. Ansonsten eine einwandfreie Produktion.

Anspieltipps: „Der Jäger“ (mit extrem eingängigem Gitarrenpart, der mir partout nicht mehr aus dem Kopf geht), „Wo sind die Meinen“ (total untypisch im Vergleich zu den übrigen Tracks aber schlicht genial), „Erlkönig“.

Hörbeispiele zu Tyrael finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/tyraelmetal
geschrieben am 29.3.2010 von wallace@folkmetal.at

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Bewertung: Punkte (Innovation): 8 von 15
Punkte (Gesamt): 11 von 15
Informationen: Tyrael
Eigenproduktion

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