CD-Review: Varg – Blutaar

varg_blutaar

[Viking Metal] – Noiseart Records (2010)
Deutschland
Die Wölfe sind zurück!

…“wir sind zurück“ hallt es aus den Boxen, wenn der Erwerber voller Erwartung den Silberling in den CD Player schiebt. Voller Erwartung, wie viele Fans, die mit Spannung das Zweitwerk der Coburger herbeigesehnt haben. Die Vorgaben waren nicht leicht. Ein starkes Debut, aufsehenerregende Live Auftritte. Eine Band in aller Munde, auch medial – ob gewollt oder nicht. So manche Combo hat sich da schon übernommen und konnte die Erwartungen nicht erfüllen.

Ob „Blutaar“ nun besser ist, als das Debut „Wolfszeit“, darüber lässt sich streiten. Aber auch wenn „Blutaar“ den Vorgänger nicht übertrumpfen wird, machen die Herren von Varg mit ihrem neuen Werk trotzdem einen Schritt nach vorne. Was den Hörer erwartet ist kompromissloser Extreme Metal und wohl eine der härtesten Viking Scheiben seit Erfindung des Genres. Die Wölfe legen ein Selbstbewusstsein an den Tag, welches in jeder Strophe und Textzeile spürbar ist. Varg ziehen ihr Ding voll durch.

Sei es mit ‚Viel Feind, viel Ehr‘, ‚Invictus‘ oder ‚Sieg und Niederlage‘. Gleich zu Beginn wird aus vollen Rohren geschossen. ‚Blutaar‘ – zugleich Albumtitel – ist eine der vielen Kriegserklärungen an den Feind, ohne den man aber irgenwie auch nicht kann. ‚Seele‘ importiert ein wenig epische Elemente ohne an Härte zu verlieren. ‚Nebelleben‘ gibt der Hörerschaft in Form eines Gitarrengezupfes kurz Zeit zum regenerieren. Die Nackenwirbel können aber nur kurz geschont werden, denn ‚Zeichen der Zeit‘ gibt wieder Gas. Nicht nur die Lyriks sind kriegerisch, auch der Gesang von „Freki“ ist wunderbare Agression pur. Eine ‚Wilde Jagd‘ gibt dem Treiben 😉 kein Ende, ehe mein Favorit „Alter Feind“ kommt. Schon alleine der Text ist es Wert. Ob es eine Anspielung auf die Anschuldigungen einer Randgruppe ist, sei dahingestellt. ‚Alter Feind‘ ist eine Hommage an den Aggressionsabbau. Absoluter Anspieltipp, bevor du dein persönliches Feindbild triffst.

Genau das ist es, was Varg so sympathisch macht. Ohne Kompromisse, nicht auf die Schnauze gefallen, sowie nicht vor unhaltbaren Anschuldigungen in die Knie gehend. Aber lassen wir das – wem interessiert die Meinung von ein paar Schmutzfinken.

Musik ist das, was wir hören wollen. ‚Blutdienst‘ beendet die geschlagene Schlacht würdig. In Form von „Blutaar“ wird eines der härtesten Alben der Folk/Viking Szene präsentiert, welches den gesamten Extreme Metal abdeckt. Nicht nur Viking Metaller kommen auf ihre Rechnung. Hier können getrost Black – Thrash – und Death Metaller zuschlagen.

Hörbeispiele zu Varg finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/varghorde
geschrieben am 9.2.2010 von erich@folkmetal.at

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Bewertung: Punkte (Innovation): 9 von 15
Punkte (Gesamt): 13 von 15
Informationen: Varg
Noiseart Records

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