CD-Review: Eluveitie – Everything remains as it never was

eluveitie_everything remains as it never was

[Folk Metal] – Nuclear Blast (2010)
Schweiz
Metallisch zurück!

Ganze zwei Jahre musste sich die (Folk-)Metalgemeinde gedulden. Nun ist es soweit: Die Stromgitarren sind wieder im Gepäck von Eluveitie. Nach akustischem Zwischenspiel im letzten Jahr wird mit „Everything remains as it never was“, mittlerweilen das vierte Full-length Album veröffentlicht.

Mit dem Intro ‚Otherworld‘ erfolgt der Auftakt zum neuen Werk: Sphärisch ruhig, mit gesprochener Frauenstimme und Uilleann Pipes unterlegt. Letztere werden von Gast Brendan Wade gespielt. Ein irischer Musiker, welcher heute in der Schweiz lebt und in einer Irish Folk Band namens Inish spielt. Erinnert stark an den Braveheart Soundtrack.

Dann ist aber Schluss mit lustig: Der Titeltrack legt mit Volldampf los. Auffällig: Anna Murphy singt erneut Leadpassagen. Was auf „Evocation I“ ausprobiert wurde, behielt man für „Everything…“ bei. Ansonsten bleibt anzumerken: ein klassischer Eluveitie Track: Rasender Death Metal kombiniert mit folkigen Tunes.

Im Vergleich dazu kommt ‚Thousandfold‘ fast schon poppig daher, sozusagen der Hit des Albums. Kein Wunder also, dass ausgerechnet dieser Track als Single (inkl. Video) ausgekoppelt wurde.

Es folgt mit ‚Nil‘ (nein nicht der Fluss, sondern die Zahl ist gemeint) ein weiterer typischer fast forward Song der Marke Eluveitie. ‚The Essence of Ashes‘ wiederum wird langsamer gehalten, geht dafür dank eingängiger Melodieführung umso rascher ins Ohr.

‚Isara‘ ist ein akustisches Instrumental, welches auch auf „Evocation I“ seinen Platz gefunden hätte – einfach nur schön!

Treibende Flötenmelodien gepaart mit Chrigel Glanzmann’s Harshgesang, prägen ‚Kingdom come undone‘. Bei ‚Quoth the Raven‘ wird das Tempo erneut gedrosselt. Der Titel ist zwar an Poe angelehnt, die Lyrics haben mit dessen Gedicht jedoch wenig zu tun.

Einen weiteren Gast gibt es bei ‚(Do)minion‘ zu hören: Thebon (Torbjørn Schei), seines Zeichens Sänger von Keep of Kalessin, unterstützt Chrigel an den Vocals.

Bei ‚Setlon‘ handelt es sich um ein weiteres Instrumental, von welchen es inklusive Intro und Outro insgesamt deren vier auf dem Album zu hören gibt.

Mit ‚Sempiternal Embers‘ und ‚Lugdunon‘ (das eines der raren Gitarrensoli enthält) endet das Album in gewohnt folkig/metallischem Stil, ehe es mit ‚The liminal Passage‘ und neuerlichen Uilleann Pipes endgültig ausklingt.

„Everything remains as it never was“ ist ein sehr abwechslungsreiches Album geworden. Treibender Death Metal, folkige Tunes, akustische Instrumentals, alles was das Folk-Metal Herz begehrt, findet man hier. Neu erfunden haben sich Eluveitie nicht. Sie setzen konsequent ihre Entwicklung fort und liefern ihr bisher reifstes Album ab, womit sie ihre Fanschar sicherlich noch einmal erweitern werden. Wer hat’s erfunden? Die Schweizer! Wer genau?
E-L-U-V-E-I-T-I-E!

Hörbeispiele zu Eluveitie finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/eluveitie
geschrieben am 16.2.2010 von wallace@folkmetal.at

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Bewertung: Punkte (Innovation): 8 von 15
Punkte (Gesamt): 13 von 15
Informationen: Eluveitie
Nuclear Blast

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