CD-Review: Celtachor – In the hall’s of our ancient fathers (Demo EP)

celtachor_in the hall's of our ancient fathers

[Folk Metal] – Eigenproduktion (2010)
Irland
Düstere Klänge von der „Grünen Insel“!

Irland und Folk/Pagan Metal, da fällt den meisten als erstes Primordial ein. Es gibt kaum eine Band im Metalsektor, die die irische Seele so wiedergibt. Cruachan, sowie Waylander stehen nicht um viel nach und mit Darkest Era mausert sich eine junge Combo aus dem Norden Irlads gerade heraus. Aber das wars schon mit der irischen Herrlichkeit. Laut Alan von Primordial gibt es allerdings noch einige versteckte Juwelen auf der Grünen Insel. Einer davon sollte Celtachor sein.

Die Dominanz erstgenannter Bands ist so groß, dass die vier Dubliner logischerweise nicht drüber hinwegkommen ohne Einflüsse dieser Vorbilder auszukommen. Einflüsse ja, doch mit einer gewissen Eigenständigkeit gepaart. Celtachor bedienen sich alter Metal Sequenzen, die durchaus dem Thrash der Achtziger entsprechen. Dazu ein rauher Sound, der im Gegensatz zu den heutzutage schon üblichen, hochgezüchteten Produktionen authentisch rüberkommt.

Die Texte handeln, wie kann es anders sein, über die Mythen und Sagen der irischen Folklore. Auf „In the hall’s of our ancient fathers“ dreht es sich hauptsächlich um die Licht – und Gottgestalt Lugh. Prinzipiell handelt es sich bei dem Demo um das Zweitwerk der Band. Das erste Demo „Sings of war“ wurde aber nicht veröffentlicht. So können wir bei „In the hall’s of our ancient fathers“ getrost vom offiziellen Debüt sprechen.

Nach einem düsteren Intro geht es mit ‚Rise of Lugh‘ richtig los. Sofort stellt sich die Flöte in den Vordergrund, die auf den restlichen fünf Stücken meist präsent ist. Sozusagen das Salz in der Suppe ist, welches dem Gesamtwerk eine durchaus innovative Note verleiht. Markant ist auch der Gesang von Stephen Roche. Nicht gänzlich Black Metal Gerkächze, dadurch wird nicht selten die Aussprache verständlich, aber auch weit von Klargesang entfernt. So ergibt sich eine recht interessante Tonlage.

Die vier Dubliner schaffen es den Hörer in den Bann zu ziehen. Und genau das ist der springende Punkt. Mit dieser Eigenproduktion setzten sich Celtachor von der Masse ab und es bleibt zu hoffen, dass sich das auch mit einem Plattenvertrag nicht ändern wird. Celtachor hat mit „In the halls of our ancient fathers“ ein authentisches Demo produziert, welches eigentlich an keinem Folk/Pagan Metaller vorbei gehen sollte. Und damit spreche ich nicht nur Anhänger des irischen Metals an.

Wir reden hier endlich wieder mal von Underground. So viel, dass es zur Zeit nicht mal eine eigene Homepage von den Iren gibt. Aber was die Geldbörse sicher freut: Das Demo kann man sich kostenlos auf der Myspaceseite der Band runterladen. Also was will der Metalhead bitte mehr. Wir behalten die Combo im Auge und hoffen bald auf mehr Stoff.

Hörbeispiele zu Celtachor finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/celtachor
geschrieben am 9.5.2011 von erich@folkmetal.at

Im Forum diskutieren: Folk Metal Forum

Bewertung: Punkte (Innovation): 9 von 15
Punkte (Gesamt): 11 von 15
Informationen: Celtachor
Eigenproduktion

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