CD-Review: Cruadalach – Agni (Unveil what’s burning inside) EP

Cruadalach_Unveil whats burning inside

[Folk Metal] – Pařát (2011)
Tschechische Republik
The tribe strikes back!

Cruadalach haben unlängst einen Vertrag mit dem deutschen „Black Bards“ Label unterzeichnet und im Herbst dieses Jahres dürfen wir das Debütalbum der böhmischen Horde erwarten. Quasi als Schmankerl vorab wird nun die „Agni“ EP unters Volk geworfen. Dabei handelt es sich um die durch uns bereits rezensierte „V Rytmu Stare Krve-Promo“, welche mit einem Intro und vier weiteren Tracks auf EP-Länge (knapp 32 Minuten) ausgedehnt wurde.

Auf die drei Songs der Promo (‚Golden Times‘, ‚Pramen Epony‘ sowie ‚Confession‘) gehe ich an dieser Stelle nicht mehr weiter ein, stattdessen wenden wir uns dem neuen Material zu.

‚Occident Sun‘ beginnt mit rockigen Gitarren begleitet von einer Violine. Der einsetzende Gesang bewegt sich zwischen dezentem Keifen und Clean-Vocals. Flöte und Dudelsack verleihen dem Track einen enorm folkigen Touch.

Deutlich gemächlicher gestaltet sich der von akustischen Gitarren getragene Auftakt zu ‚Vrascita‘, wo ausschliesslich clean und in tschechischer Sprache gesungen wird. Erst als die Flöte zum Tanze aufspielt, geht es etwas flotter zur Sache. Ganz anders bei ‚Heavenly Forge‘: Nach einem Dudelsackintro in bester Marktmusikmanier krachen die Gitarren in bei Cruadalach bisher unbekanntem Tempo los. Hier jagt eine double-bass Attacke die Nächste. Sicherlich eine Live-Granate und eindeutig der stärkste neue Song.

An eine Zigeunerkappelle erinnern die ersten Takte von ‚Rhythm of our Blood‘. Diese klingen im ersten Moment etwas verwirrend, was sich ab dem ersten Stromgitarrenklang jedoch schlagartig ändert. Ein treibender Song, der gerade wegen seinem ungewöhnlichen Anfang einen weiteren Anspieltipp darstellt.

Die neuen uptempo Tracks stehen Cruadalach enorm gut und bringen Kurzweil ins Repertoire. Allerdings gibt es hier einen Wermutstropfen: die Soundqualität des Drummings! Rumpelnd und zu stark in den Hintergrund gemischt, verkümmern die double-bass Passagen bei ‚Heavenly Voices‘. Auch was die E-Gitarren anbelangt, sollte bei der Produktion des Albums darauf geachtet werden, dass deren Sound noch druckvoller aus den Boxen hallt. Die Folkinstrumente wiederum kommen einwandfrei zur Geltung.

Fazit: Ein abwechslungsreiches Werk für Liebhaber (heutiger) Skyforger, Arkona, Znich oder auch Tverd. Man darf gespannt sein auf das Debüt-Album!

Hörbeispiele zu Cruadalach finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/cruadalach
geschrieben am 9.2.2011 von wallace@folkmetal.at

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Bewertung: Punkte (Innovation): 8 von 15
Punkte (Gesamt): 10 von 15
Informationen: Cruadalach
Pařát

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