CD-Review: Eftwyrd – Eftwyrd (EP)

eftwyrd_eftwyrd

[Dark Metal] – Eigenproduktion (2010)
Deutschland
Neues schwarzes Gewand!

Anscheinend zieht es mich immer mehr in diese Ecke. Denn wieder mal liegt ein schwarzmetallisches Projekt vor mir. Und noch dazu eines, welches ich mit Spannung erwartet habe. In dieses ist nämlich ein gewisser Sebastian Braun involviert, der für uns kein Unbekannter ist. Zog er vor nicht all zu langer Zeit erfolgreich die Fäden bei Munarheim – siehe auch Rezension von „Und der Wind sang“ . Die Hintergründe warum das vielversprechende Projekt Munarheim Geschichte ist, werden wir vielleicht noch genauer erfahren, doch trauern wir der Vergangenheit nicht nach und widmen uns dem neuen Arbeitsfeld von Sebastian Braun (Gitarre, Gesang), dem weiters David Vardeh (Geige, Bass) zur Seite steht.

Bei dem Erstwerk handelt es sich um eine EP mit vier düsteren Stücken und einer Spiellänge von nicht einmal 19 Minuten. Aber die haben es dafür, ähnlich wie zu Munarheim – Zeiten, in sich. Wobei sich die ersten beiden Songs ‚Herbstentschluss‘ und ‚Die Nacht‘ im Vergleich zum bereits genannten Vorgängerprojekt härter und schwarzmetallischer präsentieren. Meine persönlichen Favoriten sind jedoch Nummer drei und vier, die zwar wesentlich ruhiger und poetischer ausfallen, aber um so mehr das innerste deiner Seele angreifen. Den ewigen Kreislauf des Seins und „Nicht seins“ kann man philosophisch nicht besser wiedergeben als im Stück ‚An den Tod‘. Bei ‚Wie tausend Ketten‘ sticht speziell die gekonnte Geigenarbeit von David Vardeh hervor. Ein ebenfalls sehr bewegender Song.

Die Diskussion, wo Eftwyrd musikalisch einzureihen sind, erspare ich mir bewusst. Die Antwort soll sich der Hörer und die Hörerin selbst geben. Demjenigen, dem diese Musik anspricht wird es nicht wichtig sein, viel mehr jedoch, dass hier zwei Künstler anspruchsvolle Musik zum besten geben.

Wenn der Vergleich auch hinkt, kann ich davon ausgehen, dass Fans von Dornenreich hier gerne rein hören werden. Für Insider sei noch Mondstille als Wegweiser genannt. Liebhaber exzentrischer Musik im schwarzmetllischen Gewand sollten sofort zuschlagen, denn soviele Bands die in diese Richtung gehen und ebenso auf diesem Niveau spielen gibt es nicht. Und für 4 Euronen + Versand (über die Homepage oder Myspace direkt) sollte man sowieso ohne mit der Wimper zu zucken in die Tasche greifen.

Eine höhere Punkteanzahl verhindert lediglich die zu kurze Spieldauer, was heißt, wir wollen in Zukunft mehr hören. Ein Projekt, welches hoffentlich von längerer Lebensdauer sein wird wie Munarheim. Kompliment für tolles Songwriting, perfekte Breaks und solide Geigenarbeit.

Hörbeispiele zu Eftwyrd finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/eftwyrd
geschrieben am 15.5.2010 von erich@folkmetal.at

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Bewertung: Punkte (Innovation): 11 von 15
Punkte (Gesamt): 12 von 15
Informationen: Eftwyrd
Eigenproduktion

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