CD-Review: Enslaved – Axioma Ethica Odini

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[Dark Metal] – Indie Recordings (2010)
Norwegen
Verführung in progressive Welten!

Neben Opeth und Amorphis gehören Enslaved zu den Chamäleons der Metal Szene. Kontinuität und Linientreue sind den Skandinaviern ein Fremdwort. Mit jedem neuen Album muss sich die Fangemeinde auf neue Schandtaten einstellen. Und so sehr man Enslaved des Verrates an „Alten Zeiten“ bezichtigt, kommt die Metal – Gemeinde am neuen Album „Axioma ethica odini“ trotzdem nicht vorbei.

Bereits nach den ersten Klängen von ‚Ethica Odini‘ wird mir klar – „Axioma ethica odini“ ist etwas Besonderes. Zurück zu den Wurzeln? Nein, das funktioniert auch nicht. Doch wird der Hörer gleich mit der schon verloren geglaubten schwarzmetallischen Härte empfangen, die man auf den Vorgängern vermisst hat. Daran ändert auch nichts der Klargesang von Herbrand Larsen, den ich mir eigentlich gar nicht mehr wegdenken kann. Wer glaubt, dass es sich um eine Eintagsfliege bei ‚Ethica Odini‘ handelt, irrt. ‚Raidho‘ legt sich noch kompromissloser ins Zeug; ebenso die folgenden Nummern. Als‘ doch ein wenig Back to the roots – es wird sicher viele freuen.

Irgendwie stellt „Axioma ethica odini“ eine Zusammenfassung der fast zwanzigjährigen Bandgeschichte dar. Oder auch nicht? Kaum glaubt die Hörerschaft auf der richtigen Spur zu sein, wird sie als so gleich auf eine neue Fährte geführt. Eines ist aber klar: „A.E.O“ übertrifft die letzten Alben; speziell „Vertebrae (2008)“ an Härte. Black Metal ist wieder angesagt. Im letzten Abschnitt der Platte verfällt der norwegische Dark Metal – Zug wieder in progressivere Welten. Doch bevor es dem Publikum zu fadiös wird, kratzen die Mannen aus Haugesund die Kurve und geben genau im richtigen Moment wieder Vollgas.

Das macht die Note „Enslaved“ aus: Zum einem Black Metal Parts, dann wieder Rock der Siebziger a la „Jethro Tull“, „Pink Floyd“ oder „Led Zeppelin“. Lrisch setzt man auf historisches, Heimat und Wikingerkult. Schließlich wird noch moderner Metal dazu gepakt, so dass für jeden etwas dabei ist. Ein unvergleichliches Werk um nicht zu sagen ein Symposium der besonderen Art.

Metal Gemeinde aufgepasst. Wer dieses Album noch nicht hat, hat wohl gut zwei Wochen auf einer einsamen Insel verbracht und sollte schnellsten zurück in den nächsten Plattenladen gehen und sich „Axioma ethica odini“ so zügig wie eine Koksstraße reinziehen. Es wird mit Sicherheit ein berauschendes Erlebnis. Höchstpunkteanzahl, sowie für mich bereits der Silberling des Jahres.

Hörbeispiele zu Enslaved finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/enslaved
geschrieben am 11.10.2010 von erich@folkmetal.at

Im Forum diskutieren: Folk Metal Forum

Bewertung: Punkte (Innovation): 15 von 15
Punkte (Gesamt): 15 von 15
Informationen: Enslaved
Indie Recordings

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