CD-Review: Finnr’s Cane – Wanderlust

fc_wanderlust

[Atmospheric Black Metal/Dark Ambient] – Prophecy (2011)
Kanada
Ruhige Klänge!

Das Prophecy Productions keinen Metal von der Stange veröffentlichen, dürfte sich in der Zwischenzeit herumgesprochen haben. Namen wie Dornenreich, Empyrium, Alcest oder The Vision Bleak sprechen eine Sprache für sich. Finnr’s Cane aus Ontario, Kanada reihen sich nahtlos in diese Reihe aussergewöhlicher Bands ein.

Auf ihrem Debüt „Wanderlust“ präsentieren uns The Bard (Vocals, Gitarre, Cello), The Peasant (Drums) und The Slave (Synth, Cello) eine melancholische Mischung aus Akustikelementen, Ambient und dezentem Black Metal, die zum nachdenken, ja phasenweise gar zum träumen, anregt.

Der Reigen beginnt äusserst ruhig mit dem dreiminütigen Intro ‚The Healer‘. Leicht flotter aber für Metalverhältnisse immer noch gemächlich erklingt der nachfolgende Track ‚Snowfall‘: Nach doomigem Auftakt können zum Ende hin erstmals dezente Schwarzmetallklänge vernommen werden.

‚A Winter for Shut-Ins‘ hat sich schon eher das Prädikat Black Metal verdient. Doch auch hier driftet das Trio zwischendurch immer wieder in langsamere Gefilde ab. Mit ‚The Lost Traveller‘ steht an vierter Stelle ein Song, welcher mich (insbesondere aufgrund des epischen Schlussteils) an Bathory erinnert.

Unmetallisch geht es mit ‚Glassice‘ weiter, wo erstmals das Vorhandensein des Cellos eindeutig zu vernehmen ist. Dieses wird jedoch nicht etwa à la Apocalyptica eingesetzt, sondern in sehr klassischer Art und Weise. Die verzerrte E-Gitarre kommt in ‚The Hope for Spring‘ wieder vermehrt zum Einsatz. Hier gibt es denn auch eines der doch eher seltenen Schwarzmetallgewitter auf die Ohren.

So neigt sich „Wanderlust“ mit ‚Eternal‘ (etwas mehr Synths als zuvor) und ‚House of Memory‘ (wieder mit gesteigertem Schwarzmetallanteil) nach knapp 50 Minuten dem Ende zu. Bleibt zu erwähnen, dass Finnr’s Cane keine Freunde der grossen Worte sind. Die Songs sind vorwiegend instrumental gehalten. Wenn dann mal Vocals erklingen, so sind diese zurückhaltend in den Hintergrund gemischt.

In seiner Gesamtheit vermag mich das Werk nicht vollständig zu überzeugen. Die einzelnen Songs ähneln sich zu stark, so dass sich mit Fortdauer des Albums eine gewisse Monotonie einschleicht. Definitiv nichts für die Bangerfraktion, wer aber auf experimentellen Metal steht und auch vor ruhigeren Klängen nicht gleich flüchtet, sollte durchaus mal reinhören.

Hörbeispiele zu Finnr’s Cane finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/finnrscane
geschrieben am 23.6.2011 von wallace@folkmetal.at

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Bewertung: Punkte (Innovation): 8 von 15
Punkte (Gesamt): 10 von 15
Informationen: Finnr’s Cane
Prophecy

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