CD-Review: Harmoniks – At the Beginning (Demo-EP)

harmoniks_at the beginning

[Folk Metal] – Eigenproduktion (2009)
Schweiz
Bienvenue chez les Harmoniks!

Es tut sich etwas im schweizerischen Untergrund. Nachdem hier schon Bands wie Abinchova und Frijgard vorgestellt wurden, begeben wir uns diesmal in den französischsprachigen Teil der Schweiz. In der Region Lausanne treiben die Harmoniks seit 2005 ihr Unwesen. Doch erst im Jahr 2009 erblickte eine Veröffentlichung der fünf Recken das Licht der Welt. Die Demo hört auf den Namen „At the Beginning“ und wird an dieser Stelle etwas genauer unter die Lupe genommen.

Zum Auftakt erklingt das sphärische ‚Intro‘ mit sanfter Akustikgitarre, dezent vom Keyboard untermalt, leichtem Marschmusik-Snare-Drum und Akkordeon-Einsatz. Akkordeon? Leider kein echtes, sondern lediglich ein Keyboardimitat.

Letztgenanntes eröffnet den auch den zweiten Track ‚Goblin’s Outpost‘. Hier wird nun auch erstmals die E-Gitarre ausgepackt und ordentlich auf die Tube gedrückt. Je länger der Song dauert, desto mehr rückt das Keyboard glücklicherweise wieder begleitend in den Hintergrund. Interessant gestaltet sich der eingeschobene Akustik-Break. Ach ja, gesungen bzw. gekrächzt wird übrigens auch. Und dies nicht etwa en français, sondern standesgemäss auf Englisch.

Titel Nummer drei ‚Khimaira‘ dudelt mit nerviger, keyboarderzeugten Flötenimitation humppatrollig vor sich hin. Charakteristisch auch hier das Akustikinterlude zwischendurch. Gegen Ende hin werden zudem ein nettes Bangriff und gar ein Gitarrensolo eingestreut.

Als Highlight dieser Demo-EP ist das akustische ‚Straight Line of Clouds‘ zu nennen. Auftakt machen die von Sänger Simon gespielten (echten!) Uilleann Pipes. Des Weiteren veredeln Flöte und zweistimmiger Gesang diesen Lagerfeuertrack. Wieso zuvor die Flöte vom Keyboard synthetisch erzeugt wurde, ist mir schleierhaft, wähnt man doch einen solch begabten Multiinstrumentalisten in seinen Reihen.

Der Rausschmeisser heisst ‚Fest in Midgard‘ und kommt mit einem eingängigen Gitarrenriff daher. Eine willkommene Abwechslung, dass hier nicht erneut das Keyboard das Geschehen dominiert. Auch der genretypische ‚Hey-hey-hey-Chor‘ weiss zu gefallen und dürfte einen Live-Knaller darstellen.

Der Sound ist leider selbst für eine Demo ziemlich mies, die Drums und E-Gitarren sind kaum wahrnehmbar, das Keyboard dafür eindeutig zu präsent. Ausnahme: der Akustiktrack ‚Straight Line of Clouds‘; dort stimmt eigentlich alles. Fazit: Etwas über 23 Minuten Spielzeit, ein passables Intro, vier Songs, wovon zwei mit Prädikat „Durchschnitt“ und zwei richtig gut gelungen. Sollten die fünf Jungs die Chance erhalten, ihre Songs professionell einzuspielen und sich dabei primär an den letzten beiden Demotracks orientieren, so besteht durchaus die Möglichkeit, dass man noch so einiges von den Harmoniks hören wird

Hörbeispiele zu Harmoniks finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/harmoniksfolk
geschrieben am 25.5.2010 von wallace@folkmetal.at

Im Forum diskutieren: Folk Metal Forum

Bewertung: Punkte (Innovation): 7 von 15
Punkte (Gesamt): 9 von 15
Informationen: Harmoniks
Eigenproduktion

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