CD-Review: Kampfar – Mare

kampfar_mare

[Pagan Metal] – Napalm Records (2011)
Norwegen
Old School Pagan Black Metal!

Kampfar zählen bereits zum Pagan Metal Urgestein. Wer die Bandbiographie jedoch genauer zurückverfolgt, wird die Wurzel im Black Metal finden. Von Beginn an zwar durch die „Nordische Mythologie“ beeinflusst ist das musikalische Gerüst doch Schwarz. Verantwortlich dafür ist Bandgründer und Sänger Dolk, der zuvor bei der Black Metal Combo Mock tätig war. Doch Dank Gitarrist Thomas bewegt sich Kampfar zwischen rohem Black – Pagan Metal – und nordischer Folklore. Dieser typische Stil wurde trotz langer schöpferischer Pause nicht ad acta gelegt. Ebenso wenig auf dem neuen Werk „Mare“.

Die Discographie ist nicht wirklich reichhaltig, dafür die Produktionen zwischen 1994 und 2011 umso prägnanter. Wir sprechen in diesem Zeitraum von lediglich vier Full lenght Alben – die Re-Release und MVCd’s lassen wir da mal weg. Nummer fünf „Mare“ ist der Nachfolger vom beeindruckenden Silberling „Heimgang“ (2008). Gleich mal die Frage ob „Mare“ besser oder schlechter als der Vorgänger ist? Tut mir leid, dass kann und will ich nicht beantworten. Behaaren wir trotzdem auf einen Vergleich der letzten zwei Alben, kann der Hörer getrost vom selben Level ausgehen. Somit ist eigentlich schon viel zu „Mare“ gesagt. Kampfar beweisen auf dem neuen Tonträger Linientreue auf hohem Niveau.

Nicht leicht in Zeiten wo Kreativität, Veränderung und Innovation mehr denn je gefragt sind. Im Falle von Kampfar ist aber die Konstanz der Schlüssel zum Erfolg, genauso wie die norwegischen Texte. Wir haben es schließlich mit Profis zu tun, die wissen was sie tun. Stellen wir ein Fazit. „Mare“ präsentiert sich kompromisslos. Der einzelne Song ist dem Gesamtwerk untergeordnet. Für den Hörer gilt daher: “ hinlegen und ein Black Pagan Gewitter“ genießen, sowie eine musikalische 1A Produktion. Synths sind oft nicht als solche zu erkennen. Mir ist kaum eine Band bekannt, wo das für mich zugegebenermassen unbeliebte Keyboard so unauffällig, dennoch effektiv eingesetzt wird.

2011 ist ein Jahr der Superlative was Neuerscheinungen anbelangt. Trotz der großen Konkurrenz zählt für mich die Veröffentlichung der drei Norweger bisher zu den Top 3 Pagan Metal Produktionen in diesem Jahr – neben Draugnim und Moonsorrow. Anspieltipps: 10 Songs (inkl. Bonus Nummer). Daher eine Weiterempfehlung für das gesamte Paket. Die Fangemeinde kann sich schon auf die Norweger beim Ragnarök 2011 und die Black Path Tour freuen.

Hörbeispiele zu Kampfar finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/norsepagans
geschrieben am 20.4.2011 von erich@folkmetal.at

Im Forum diskutieren: Folk Metal Forum

Bewertung: Punkte (Innovation): 9 von 15
Punkte (Gesamt): 13 von 15
Informationen: Kampfar
Napalm Records

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