CD-Review: Korpiklaani – Ukon Wacka

korpiklaani_ukon wacka

[Folk Metal] – Nuclear Blast (2011)
Finnland
Iron Korpiklaani!

Wie ich in meinem letzten Review (Draugnim – Horizons Low) erwähnt habe, gibt es Bands die eben wie Draugnim seit 1999 gerade mal drei Alben veröffentlicht haben. Dann gibt es Combos die fast jedes Jahr einen Silberling in die Regale stellen. Um solche Workaholics handelt es sich bei den Partymachern von Korpiklaani. Seit 2003 geizten sie nicht mit weniger als sieben CD-Ausgaben.

Wer jetzt glaubt, dass in dem konkreten Fall die Qualität leiden muss, der irrt gewaltig. Die arbeitsamen Finnen haben es doch tatsächlich geschafft sich kontinuierlich zu steigern und liefern mit „Ukon Wacka“ ihr bisher bestes Werk ab. Noch härter, noch folkiger, mit einem Wort noch mehr Party. Es gibt keine Band die sich sowohl den Humppa,- als auch den Party Metal so auf die Fahnen schreiben kann, wie die Mannen aus Lahti. Obwohl auch diesmal wieder ernstere – und sozialkritische Themen dabei sind, kommt der Spaß und die Fröhlichkeit nie zu kurz. Da aber (fast) alles auf finnisch gesungen wird, sind die Texte (zumindest für uns deutschsprachige und nicht dem finnischen mächtig) sowieso nur Nebensache. Das zum Teil berechtigte Klischee, dass sich Humppa Bands auf einem eher seichten Niveau bewegen, ist im Fall von Korpiklaani auszuschließen.

Humppa auf hohen Level und das auf 10+1(mit lt. Edition Extrasong) verteilt. „Ukon Wacka“ hat keine Schwachstelle. Egal ob der Opener ‚Louhen yhdeksas poika‘, der neue Party Hit – Nachfolger von ‚Wodka‘ (auf dem Vorgänger“Karkelo“) ‚Tequilla‘, das schleppende ‚Ukon Wacka‘ oder ‚Korvesta Liha‘ (Old 80’Metal mit Country Einfluss rules), es grooved immer auf dem neuen Tonträger. Mein absolutes Highlight auf „Ukon Wacka“ ist aber nicht der übliche Drink Song, sondern Nummer zwei ‚Paat pois tai hirteen‘. Da ist alles drin was Korpiklaani ausmacht. Heavige Gitarenriffs, Dramatik, wilde Party und die urige Geige vom verrücktesten Streicher der Folk Metal Szene Mr. Jaakko „Hittavainen“ Lemmetty. Ja, nicht zu vergessen das Akkordeon von Herrn Juho Kauppinen.

Erwähnenswert ist auf jeden Fall noch der gelungene Auftritt beim Pagan Fest. Korpiklanni war und ist eine Live Band. Heuer noch am Feuertanz Festival (17. u. 18. Juni) zu bewundern. Kaum zu glauben, dass die Mannen aus Lahti auch mal zum Ausruhen kommen. Die harte Arbeit hat sich aber bisher bezahlt gemacht. Wer Korpiklaani gemocht hat, wird sie jetzt lieben. Auch wer dem Humppa Metal eher abgeneigt war, sollte zumindest in diesem Fall reinhören. Hier wird Abseits von Synths mit viel akustischen Instrumenten und den zugehörigen metallischen Werkzeugen hantiert, die beste Qualität garantieren. Ein Hinweis noch auf den Bonustrack: Der Motörhead Klassiker ‚Iron Fist‘ wurde gekonnt mit Korpiklaani Note gecovert und rundet das Werk bravourös ab.

Hörbeispiele zu Korpiklaani finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/korpiklaani
geschrieben am 21.3.2011 von erich@folkmetal.at

Im Forum diskutieren: Folk Metal Forum

Bewertung: Punkte (Innovation): 11 von 15
Punkte (Gesamt): 13 von 15
Informationen: Korpiklaani
Nuclear Blast

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