CD-Review: Myrkgrav/Voluspaa – 7 ´´ Split

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[Viking Black Metal] – Einheit Produktionen (2011)
Norwegen
Verwandte Seelen!

Genau Hinschauen ist zunächst das Motto dieser Split-Scheibe aus dem Hause Einheit. Denn keine CD flattert einem ins Haus, sondern eine gute, alte Vinyl-Ausgabe. Wer also über keinen Plattenspieler verfügt, hat ein kleines Problem an den Inhalt heranzukommen. Wer allerdings diese Klippe umschifft hat, dem stehen die Tore nach Norwegen weit offen. In unmittelbarer Nachbarschaft, unweit von Oslo, gehen dort zwei Ein-Mann-Projekte zur Sache, die wahrlich Aufmerksamkeit verdienen.

Myrkgrav ist die eine Kapelle, die auf der Split den neuen Song ‚Sjuguttmyra‘ zum Besten gibt. Nach dem Debut im Jahre 2006 mit dem empfehlenswerten Album „Trollskau,Skromt Og Kolabrenning“ war es reichlich ruhig um Band-Gründer Lars Jensen geworden. Doch nun sendet er ein richtig fettes Lebenszeichen als Vorgeschmack auf das anstehende neue Album. Übrigens wird Mr. Jensen im Rahmen des Fimbul Festivals im Oktober (Fimbul Festival) eben dieses Album in einer „Listening Session“ (O-Ton des Veranstalters) vorstellen. Man darf also gespannt sein, was das künftige Album bringen wird. Melodische, „folkig“ angehauchte Klänge mit Elementen des „klassischen“ Heavy-Metal und reichlich Black-Metal-Passagen wie bei ‚Sjuguttmyra‘ dürften vermutlich das Grundgerüst sein. Und im Wechselspiel zwischen Klargesang und Schwarzmetall-Gekeife, zwischen dominierender Gitarre und norwegischer Hardanger Fiddle spannt nicht zuletzt die nordische Mythologie als Textgrundlage den Bogen zum Viking-Metal.

Verwandt im Geiste steuert die zweite Formation Voluspaa auf der anderen Seite der Split den Song ‚Ferden gar videre‘ bei. Auch dieses Ein-Mann-Projekt um Freddy Skogstad wird übrigens auf dem Fimbul Festival in Fürth vertreten sein. Und es bleibt abzuwarten, ob Myrkgravs Lars Jensen dort für Voluspaa am Schlagwerk sitzt bzw. singt, so wie auf eben dieser Split. Etwas härter und kompromissloser geht man bei Voluspaa zur Sache und folkloristische Instrumente wird der Hörer nicht finden, dafür jede Menge epische Passagen. Gesanglich ähnlich flexibel wie Myrkgrav gleichen sich auch die Gitarren sehr, was darauf zurückzuführen sein mag, dass derselbe Produzent und dasselbe Tonstudio am Werke waren. Wie bei Myrkgrav werden auch bei Voluspaa nicht ausschließlich die Wege des schwarzen Metalls beschritten. Es bleibt noch viel Platz für Melodie. Und so überrascht es nicht, dass manche Passage an die deutschen Pagan-Metaller von Menhir oder XIV. D.C. erinnert. Für Hörgenuss ist jedenfalls gesorgt und der hoffentlich nicht allzu lange Weg zwischen dem Erstlingswerk „Asa“ aus dem Jahr 2009 und dem nächsten, noch nicht angekündigten Album wird zumindest ein wenig verkürzt.

Das größte Manko dieser schön aufgemachten und sehr sorgfältig produzierten Split ist, dass sie nur aus zwei Liedern besteht. Zu gerne hätte man mehr davon gehabt. Wir werden uns wohl gedulden müssen, was allerdings nicht für diese Scheibe gilt! Bei limitierten 500 Stück sollte man rasch zugreifen. Lohnen wird sich dieser Griff auf jeden Fall, nicht nur für Sammler.

Hörbeispiele zu Astoroth finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/myrkgrav und http://www.myspace.com/voluspaa
geschrieben am 21.6.2011 von karsten@folkmetal.at

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Bewertung: Punkte (Innovation): von —
Punkte (Gesamt): von —
Informationen: Voluspaa
Myrkgrav
Einheit Produktionen

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