CD-Review: Obscurity – Tenkterra

obscurity_tenkterra

[Pagan Metal] – Trollzorn (2010)
Deutschland
Auf in die Schlacht, bis in den Tod!

Die Axt in der Rechten steht der bergische Löwe auf dem Schlachtfeld, der aufgespießte Römerschädel auf der einen, die Standarte der besiegten 5. Legion auf der anderen Seite. Martialisch ist der äußere Auftritt der neuesten Scheibe aus dem Hause Obscurity. Martialisch nach außen. Martialisch nach innen. Denn was der Silberling von außen verspricht, wird ungeschminkt innen fortgesetzt.

„Tenkterra“, ein Konzeptalbum das den alten Kampf der Germanen (und hier im speziellen des Stammes der Tenkterer) wider die Römer aufgreift und – quasi zweitausend Jahre später – den Soundtrack für die Schlachten aus antiken Tagen liefert. Ein Soundtrack, der den Hörer das Metal(l) spüren lässt, der sich in die Leiber der Vorfahren bohrte … hart, unerbittlich, brutal! Entsprechend ist diese Scheibe nichts für Zartbesaitete. Hier wird das Metall aus alter Zeit wahrlich spürbar.

Ohne Einleitung und ohne Ausklang wird auf rund 45 Minuten kompromiss- und schnörkellos Gas gegeben, dass jedem Römer Hören und Sehen vergeht. Hier wird gerockt, gegrowlt und gescreamt, das Schlagwerk malträtiert was das Zeug hält. Pausen sucht man vergebens, wie auch akustische Parts oder Breaks anderer Art: Battle Metal in Reinform. Angesichts des durchgängigen Tempos, des fetten Klangs, der vokalen Stärke verwundert es nicht, dass die Römer der Kürzeren zogen und von den Tenkterern (unter anderem) hinweggefegt wurden. Hymnengleich reiht sich ein Stück an das andere. Kraftvoll. Machtvoll. Unerbittlich. „Blut für Blut“ ein Paradebeispiel. Ein Soundtrack für die Schlacht! Eine Hymne für die Fans! Ein Klassiker schon jetzt..

‚Raubzug_der_Sugambrer‘, ‚Grenzland‘, ‚Bergischer Hammer‘ stehen dem nicht nach. ‚Brukterer‘ und ‚V. Legion‘ begeistern zudem mit fetten Riffs. „Tenkterra“ kennt keine Langweile, keine Durchhänger, keine Schwächen. An Obscurity kommt man bei diesem Song, bei dieser Scheibe nicht mehr vorbei. Wer auf paganen Metal aus alten Tagen steht, wird sich mit den fünf Löwen aus dem Bergischen befassen müssen. Hier wird durch gerockt, bis auch der letzte Römer am Boden liegt.

Fragt sich nur, was die Jungs von „Ex deo“ zur der Scheibe sagen werden. Der Fehde-Handschuh ist jedenfalls geworfen. Wird er aufgehoben? Ein musikalisches Duell, das begeistern würde.

Hörbeispiele zu Obscurity finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/obscuritybergischland
geschrieben am 21.10.2010 von karsten@folkmetal.at

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Bewertung: Punkte (Innovation): 7 von 15
Punkte (Gesamt): 13 von 15
Informationen: Obscurity
Trollzorn

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