CD-Review: The moon and the nightspirit – Mohalepte

tmatn_mohalepte

[Folk] – Eigenproduktion (2011)
Ungarn
Mystische Reise in das purpurne Königreich der Träume!

Heute widmen wir uns der mystischen Musikwelt des Folk. Genauer gesagt der Ethereal-Sylan-Musik. Eine Definition die aus den Reihen zweier Künstler kommt, die alte Mythen, Fabelwesen und heidnische Elemente wieder aufleben lassen. Das musikalische Gewand ist rein akustisch, das Schaffen der Darsteller mannigfaltig. So werden nicht weniger als sieben Instrumente von zwei Personen bedient. Die Rede ist von Agnes und Mihaly zugleich die Hauptakteure von The moon an the nightspirit.

Agnes, die den Löwenanteil an den Vocals hat, zeigt ihr künstlerisches Können auch in Bild. Sie ist für das gesamte Artwork verantwortlich. Dementsprechend harmonieren Artwork und Musik – stammen sie doch von ein -und der selben Person. Das Gesamtwerk zeigt sich lebendiger – Bild -und Klangerlebnis wird sozusagen Eins.

Gesungen wird auf ungarisch, der Heimatsprache von Agnes und Mihaly. The moon and the night spirit sind ja eigentlich keine Unbekannten mehr. Immerhing reden wir vom bereits vierten Full Lenght Album und in Insiderkreisen gelten die Zwei schon länger als Geheimtipp. Die ersten drei Tonträger wurden unter dem Dach eines Plattenlabels veröffentlicht. „Mohalepte“ hingegen ist eine reine Eigenproduktion. Damit verbunden ist ein Stilwechsel nicht zu leugnen. Präsentieren sich TMATNS mystischer, eingängiger, intensiver und eigenständiger als je zuvor. Ein direkter Vergleich mit dem Vorgängeralbum „Oesforras“ gibt darüber Aufschluß.

Agnes Stimme ist auf allen acht Stücken prägnant bis dominant, von tief melancholisch bis in Trance verfallend. Ab -und zu reißt dich das Biest in Form von Mihaly aus der Trance, wenn dieser seine kräftige Stimme einsetzt. Eine perfekte Ergänzung, am besten zelebriert auf ‚Idebenn‘, zugleich der kraftvollste und für mich beste Song auf „Mohalepte“. ‚Zoldparazs‘, gleich im Anschluss steht da um nicht viel nach. „Mohalepte“ besticht mit einem Rundum – Klangerlebnis. Es ist daher nicht notwendig einzelne Titel heraus zu filtern.

Mit TMATNS verbindet die Hörerschaft Elemente der Natur, Extase, Träumerei und Phantasie. Aber am besten man lauscht der Musik und schaltet dabei ab. „Mohalepte“ ist nicht für jede Situation geeignet. Der Hörer muss die notwendige Zeit und vor allem die innere Ruhe haben um das neue Werk der Ungarn genießen zu können. Egal ob wir es Pagan Folk, Ambient oder eben Ethereal-Sylan-Musik nennen, es ist nichts für die breite Masse. Und so soll es auch sein.

Hier werden nur Auserwählte um das heidnische Feuer tanzen. Und genau diese Auserwählten sollte rasch zugreifen. Aber auch Freunde des Extreme Metals können einen Kauf riskieren. Es fehlt lediglich E-gitarre, E-Bass und Doublebass. Dafür werden akustische Düsterheiten und pagane Elemente in seiner ursprünglichen Form geboten. Das Album gibt es direkt über die Homepage der Band.

Viel Lob für die Eigenständigkeit. Weiter so!

Hörbeispiele zu The moon an the nightspirit finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/themoonandthenightspirit
geschrieben am 31.5.2011 von erich@folkmetal.at

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Bewertung: Punkte (Innovation): 10 von 15
Punkte (Gesamt): 12 von 15
Informationen: The moon and the nightspirit
Eigenproduktion

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