CD-Review: Welicoruss – Wintermoon Symphony

welicoruss_wintermoon symphony

[Symphonic Black Pagan Metal] – CD-Maximum (2008)
Russland
Eine sibirische Symphony!

Band und letzten Tonträger „Apeiron“ haben wir im letzten Review vorgestellt. Wir gehen ein weiteres Jahr zurück und präsentieren den ersten und bisher auch letzten Longplayer der fünf Mannen von Welicoruss.

„Apeiron“ konnte bereits mit Mannigfaltifkeit punkten. Auf „Wintermoon Symphony“ ist die Spielwiese natürlich noch größer. Bei insgesamt 52 Minuten Länge kommt die Verspieltheit der Musiker aus Sibirien klarerweise noch mehr zu tragen. „Wintermoon Symphony“ ist wie der Name schon verät eine metallische Symphony unterteilt in elf Akte, zugleich eine Zusammenfassung von Symphonien, die bereits auf diversen Demo Tapes zu finden sind. Hier wurde der letzte Feinschliff vollzogen und und ein Metal Orchester der bersonderen Art auf CD gepresst. Eine CD die noch unter dem Label CD-Maximum erschien.

Nach kurzem ‚Intro‘ enführt ‚Wintermoon Symphony – Part I‘ den Hörer in die vielseitige Musikwelt von Welicoruss. Frauengesang darf natürlich nicht fehlen, der mit Black Metal – Gekrächze und Chorälen konkuriert, wie zum Beispiel auf ‚Gloria of Russia‘, eine patriotische Hommage an die Heimat. Auf ‚Fly‘ dominiert wieder Frauengesang und viel Epik. ‚Blizzard‘ gibt sich rein instrumentalisch, hingegen bei ‚Water Walking‘ mischen sich zu den symphonischen Parts Black Metal Elemente hinein. Dafür kommt in ‚Wintermoon Symphony Part II‘ der männliche Cleangesang zu tragen. Doch auch hier darf zumindest kurz schneller und schwarzmetallischer gehämmert werden. ‚Slavonic Power‘ ein weiterer patriotischer Titel, wechselt immer wieder zwischen offensiven Gitarrengewitter und ruhigeren epischen Momenten.

‚Silence of eternety‘ ist als Übergang zum nächsten Song ‚Siberia zu verstehen. Hier kommen sowohl folkloristische, als auch elektronische (man höre und staune, auch so etwas kann mir gefallen) Elemente vor. ‚Siberia‘ selbst ist ein melancholisches Stück, welches logischerweise die Heimat der fünf Musiker lobpreist. Nicht mit Text und Gesang, sondern in Form eines reinen Orchesterstückes. Facettenreicher Gesang wird zum Abschluss nochmals auf ‚Winter Symphony Part III‘ präsentiert. Alles in allem ist der Gesang bei Welicoruss nur Begleiter. Im Vordergrund stehen die Instrumente und die Synths. Alles in allen kann man die musikalische Philosophie der fünf Russen nicht besser als mit „Symphonie Black Pagan Metal“ beschreiben.

Keine Frage, kann die Hörerschaft nach genauen Studium eine Mixtur aus Kamelot, Iron Maiden und Enslaved feststellen. Aber auch diese Mischung soll gekonnt sein. Es spricht ja keiner davon, dass Welicoruss das Rad neu erfunden hat. Mit was die Band aber punktet ist die Präzession, die musikalische Fähigkeit, speziell an den Gitarren und ein perfekter Sound.

Welicoruss ist mit Sicherheit ein Geheimtipp für eine breite Metalschicht. Vom Black über Dark bis hin zu Epic und Gothic – Fetischisten. Eben eine Metalsymphonie für Alle.

Hörbeispiele zu Welicoruss finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/welicoruss
geschrieben am 25.8.2010 von erich@folkmetal.at

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Bewertung: Punkte (Innovation): 12 von 15
Punkte (Gesamt): 13 von 15
Informationen: Welicoruss
CD-Maximum

Eine Antwort zu “CD-Review: Welicoruss – Wintermoon Symphony

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