CD-Review: Arkona – Slovo

arkona_slovo

[Folk Metal] – Napalm Records (2011)
Russland
Frontalangriff aus dem Osten!

Da wurde doch alles unternommen um die Wartezeit für das neue Werk zu verkürzen. Mit ‚Stenka na Stenku‘ wurde sogar in diesem Jahr eine EP auf den Markt geworfen, die eigentlich ziemlich entbehrlich war. Bei Odin, die Zeit vergeht so schnell und 2011 war sowieso ein Jahr der Superlativen. Alles was Rang und Namen hat veröffentlichte. Mit Ende August ist nun der neue Longplayer von Arkona an der Reihe.

Nach dem musikalischen Abstecher auf ‚Stenka na Stenku‘ standen gewisse Bedenken im Raum, es könnte auf dem kommenden Tonträger so weiter gehen. Entwarnung! Die EP war nur ein kurzer Ausflug in fremde Gefilde. Arkona präsentieren sich mit dem aktuellen Material wieder so, wie wir sie kennen. Und doch gibt es Neues auf „Slovo“.

Az‘ eröffnet majestätisch ein vierzehnteiliges Arrangement, welches in seiner Gesamtheit wohl das Beste ist, was wir bisher zu Ohren bekommen haben. So perfekt und abgeklärt haben sich Masha & Co noch auf keinem Album präsentiert. Trotz allem wurde nicht viel von der Wildheit und Ursprünglichkeit eingebüßt. Arkona ist 2011 erwachsener geworden, bleibt trotzdem revolutionär und angriffslustig. ‚Arkaim‘ zeigt bereits viele Facetten, die sich über die ganze Platte abwechseln. Kompliment an die Gitarrenarbeit. Ruhige, epische Parts unterbrechen gelegentlich ein Blastbeats und Doublebass Gewitter. Und genau da hat die Band die richtige Mischung gefunden. Alles sitzt dort, wo es hingehört. Dazu die unverkennbare variable Stimme von Masha, die einen vom Himmel in die Hölle und umgekehrt führt.

Ein ganz markanter und wichtiger Punkt: „Die Folklore kommt auf Slovo nicht zu kurz“. Genau das ist es, was die neue Scheibe so gut macht. Dramatik, Emotion, Authentizität und brodelnde Energie, das waren schon immer die Stärken von Arkona. Zu dem die russische Sprache, die auch auf „Slovo“ alleine tonangebend ist. Meine Favoriten: Nummer vier: ‚Leshiy‘ und fünf: ‚Zakliatie‘.

Ein schwaches Arkona – Album gab es bisher noch nicht. „Slovo“ reiht sich da traditionell ein. Ich gehe sogar weiter. Arkona sind ziemlich am Höhepunkt angelangt und „Slovo“ wird nur mehr schwer zu toppen sein. Ab 26. August kann sich die Fangemeinde davon überzeugen.

Hörbeispiele zu Arkona finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/arkonarussia
geschrieben am 13.8.2011 von erich@folkmetal.at

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Bewertung: Punkte (Innovation): 11 von 15
Punkte (Gesamt): 14 von 15
Informationen: Arkona
Napalm Records

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