CD-Review: Cruadalach – Lead–not follow

cruadalach-lead not follow

[Folk Metal] – Black Bards (2011)
Tschechische Republik
Pagancore – oder ein Schaf auf abwegen…!

Mangelnden Fleiss kann man dem Clan Cruadalach nicht unterstellen. So kommt es, dass wir nach der Promo „V Rytmu Stare Krve“ (2010) und der EP „Agni“ (2011), mit dem Debütalbum „Lead – not follow“ bereits den dritten Release der Slawen innert etwas mehr als einem Jahr besprechen dürfen.

Auf „Lead – not follow“ werden dabei nicht etwas ältere Tracks wieder aufgewärmt – nein, es gibt zehn neue Tracks plus Intro mit einer Gesamtspielzeit von gut 40 Minuten auf die Ohren. Dabei darf erfreut festgestellt werden, dass Cruadalach ihren ureigenen Stil endgültig gefunden haben. Mal geht’s etwas härter zur Sache (‚Living with Pride‘), dann präsentiert man sich verträumt (‚The Promise‘) oder gar mittelalterlich mit dem extrem treibender Perkussion (‚Blejanje na mjesec‘, welches stark an eine rituelle Beschwörung erinnert).

Jederzeit präsent sind die zahlreichen Folkinstrumente (Sackpfeife, Flöte, Schalmei, Geige und Violoncello), welche gekonnt in das metallische und phasenweise auch rockige Grundgerüst eingebetet wurden. Gesungen bzw. gegrowlt wird mittlerweilen vermehrt in Englisch, wobei auch die Landesprache der Tschechen nicht zu kurz kommt. Beim zuvor erwähnten ‚Blejanje na mjesec‘ kommt des Weiteren auch Kroatisch zum Einsatz, da man mit Ana Backonja (Ex-Sängerin der Folk Metaller Stribog) eine slawische Schwester als Gastsängerin ins Boot geholt hat.

Der Gang in ein professionelles Studio hat sich ebenfalls gelohnt. Obwohl bereits die vorangehenden Eigenproduktionen einen verhältnismässig guten Sound aufwiesen, konnte hier doch noch einmal eine diesbezügliche Steigerung herbeigeführt werden.

Doch was hat es jetzt mit dem eingangs erwähnten Begriff und dem Schaf auf sich? Das Schaf des Covers bzw. Booklets will seine Herde verlassen, was gemäss bandeigener Aussage dafür steht, dass man sich mit dem ureigenen Schaffen von der breiten Masse abheben möchte. Als Pagancore wiederum bezeichnet das Oktett gerne seine härteren Passagen. Ein neues Subgenre? Nun, ein solches haben Cruadalach auf „Lead – not follow“ zwar nicht gerade erschaffen, höchst eigenständig agieren sie aber auf alle Fälle. Ein weiterer Schritt vorwärts!

Hörbeispiele zu Cruadalach finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/cruadalach
geschrieben am 21.10.2011 von wallace@folkmetal.at

Im Forum diskutieren: Folk Metal Forum

Bewertung: Punkte (Innovation): 10 von 15
Punkte (Gesamt): 11 von 15
Informationen: Cruadalach
Black Bards

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s