CD-Review: Von Einst – Prophezeiung der Ahnen

von einst_prophezeiung der ahnen

[Ambient] – Eigenproduktion (2011)
Deutschland
Orchestrales Projekt!

Gleich vorweg. Mit Von Einst handelt es sich um ein Soloprojekt, welches nicht unbedingt in unseren Gefilden beheimatet ist. Somit ist auch die ein oder andere Kritik differenzierter zu betrachten. Da ich jedoch diese CD erhalten haben, mache ich mir auch die Mühe meine Meinung aus ferner Sicht kundzutun. Das ein oder andere mal haben wir ja schon ähnliche Ambient Sachen gestreift. Nach eigenen Angaben haben wir es mit einem orchestral, atmosphärischen und instrumentalen Klangerlebnis zu tun.

Von Einst ist eine One Man Show in Person von Michi von Einst, bzw. eine Weiterführung der Band Ydalir, die immerhin zwei Musiker in ihren Reihen hatte. Seit 2005 gibt es Von Einst und seit 2011 die erste Scheibe „Prophezeiung der Ahnen“. Ein orchestrales Werk bestehend aus sieben Abschnitten, die auf eine Spielzeit von 24 Minuten verteilt sind.

So viel zur Statistik. Nun zur Kritik. Obwohl oben präsentiert, kann im tieferen Sinne nicht wirklich von einen Klangerlebnis die Rede sein. In der ein oder anderen Passage mag wohl das Gespür für ein solches erkennbar sein. Ab und zu kann die Hörerschaft einen Hauch von Atmosphäre fühlen, aber das wars auch schon. Auf „Prohezeiung der Ahnen“ ist weder Tiefgang, Flexibilität noch Kreativität zu erkennen. Hier hat sich Michi einfach übernommen. Ein-Mann Projekte sind meist große Herausforderungen und trotzdem nicht oft mit Erfolg gekrönt. Und wenn, dann muss es etwas Besonderes sein. Hier sind wir in unseren Genre Bereich verwöhnt, da viele, meist auch akustische Instrumente vorkommen. So etwas hätte es gebraucht um auf „Prophezeiung der Ahnen“ zu überraschen.

Leider ist es nur eine synthetische Mixtur geworden, die sich wie die Hintergrundmusik für ein Videospiel anhört. Und wo sind die Düsterheiten? Cover, Titel machen Lust auf mehr und dann stellt man sich bei der Musik maximal vor, wie Heidi über die Blumenwiese läuft. Kitschigstes Beispiel: ‚Nutzlos wie Frieden‘. Sorry, Thema weit verfehlt.

Mag sein, dass dies die Musik für eine neue Generation ist. Dazu gehöre ich aber sicher nicht. Ich kann Michi nur den Tipp geben, seine Vorstellung in einer mehrköpfigen Band zu verwirklichen. Mir hat vor kurzen ein Musiker gesagt, der sowohl Solo, als auch in einer 6er Combo spielt: “ Verwirklichen kann ich mich nur, wenn ich in meiner Band Musiker habe, die zumindest gleich oder besser musizieren als ich.“ Das sollte sich Van Einst zu Herzen nehmen.

Wer sich von meiner Kritik nicht abschrecken lässt, kann sich die CD direkt von der Homepage um EUR 6,- + Versand bestellen.

Hörbeispiele zu Von Einst finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/voneinst
geschrieben am 28.11.2011 von erich@folkmetal.at

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Bewertung: Punkte (Innovation): 2 von 15
Punkte (Gesamt): 4 von 15
Informationen: Von Einst
Eigenproduktion

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