CD-Review: Imperious – Varus

imperious_varus

[Epic Black Metal] – Heretic Visions (2011)
Deutschland
Mythos Varusschlacht!

Er wird wieder mal aufgerollt: „Der Mythos Varusschlacht“. Auch wenn es bis heute den Wissenschaftlern nicht gelungen ist, den Ort der Auseinandersetzung zwischen Römern und Germanen zu lokalisieren, so ist eines doch klar: „Diese Auseinadersetzung zwischen den zwei Welten beeinflusste die Geschichte Europas maßgeblich“. Mit ein Grund, warum diese Thematik bereits öfters auf diversen Metal Alben behandelt wurde. Eine neue Version bekommen wir von den Franken Imperious präsentiert.

Also Arminius darf wieder auferstehen. Eines muss man aber den vier Südgermanen zu Gute halten. Sie machen daraus keine Seifenoper, wie es schon oft der Fall war, sondern sind mit voller Ernsthaftigkeit beim Thema und versuchen sich so nah wie möglich am dem was uns bis heute überliefert wurde, zu halten. Musikalisch driftet die Combo ebenfalls nicht in Kitsch ab. So nebenbei sei erwähnt, dass es sich bei dem Konzeptalbum um das Debüt der 2009 gegründeten Band handelt.

Nach einer kurzen historischen Einleitung geht es munter zur Sache. Zuerst einmal muss der in der Geschichte so geächtete Varus herhalten. ‚Publius Qunctilius Varus‘ gibt gleich einen ersten Eindruck, was die Hörerschaft auf dem Tonträger erwartet. Ein Metal – Mix, der fast nichts auslässt. Seien es die zu Beginn epischen Klänge, die immer wieder auf „Varus“ auftauchen, pagana Elemente die des öfteren in langatmige Doom Sphären übergehen oder gar schwarzmetallische Prägung tragen. So ganz Black Metal kommt aber nicht dabei heraus. Obwohl die Thematik eine durchaus dunkle ist, ist es für reinen Black Metal zu wenig düster und tiefgreifend. So bleibt doch die Epik am ehesten hängen. Daran ändern stetige Tempowechsel nichts.

Die deutschen Imperious, die in der Metal Szene gleich gegen zwei Namensvettern bestehen müssen (dürfte im Metalbereich sehr begehrt sein), punkten mit einem satten Sound und ansprechenden Vocals von Sänger Sertorius, der doch ein wenig für Dark & Black Atmosphäre sorgt. Ansonsten wird die x-te Version von Varus wohl nicht in die Metal-Analen eingehen. Dazu braucht es wohl mehr Innovation und Eigenständigeit. ‚Segeste’s Charge‘ sei aufgrund der Gitarrenarbeit als bester Song hervorzuheben. Alles in allem eine gute Gesamtleistung ohne wirklich zu berauschen.

Hörbeispiele zu Imperious finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/imperioushorde
geschrieben am 1.8.2011 von erich@folkmetal.at

Im Forum diskutieren: Folk Metal Forum

Bewertung: Punkte (Innovation): 6 von 15
Punkte (Gesamt): 10 von 15
Informationen: Imperious
Heretic Visions

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