CD-Review: Tibetréa – Mimirmeidr

tibetrea_Cmimirmeidr

[Medieval/Pagan Folk] – BSC Music (2010)
Deutschland
Ins Reich der Fantasien!

Mimir, der Hüter der Weisheit. Ihm wird im Inneren eines schönen Booklets ein Vierzeiler gewidmet, der darauf hindeutet, dass es sich auf der CD um Geschichten aus der nordischen Mythologie handelt. Richtig, aber nicht nur. Die Mystik des hohen Nordens wird nicht, wie so oft, bis zum Verderben ausgeschlachtet, sondern wechselt sich mit Erzählungen aus dem frühmitteralterlichen Irland oder dem Gott des Lichtes aus der Antike „Apollon“ ab. Die Rede ist von einer vielseitigen Musikgruppe, die nicht nur verschiedenen Epochen die Ehre erweist, sondern auch Traditionelles mit neuen Klangmuster verbindet. Genannt: Tibetrea, gegründet 2006 und seit 2010 mit der ersten Langrille am Markt. Diese nehmen wir spät aber doch unter die Lupe.

Auf dem Cover wohl vermerkt: „Fantasy Folk“. Recht treffend, doch so einfach lassen wir das nicht im Raum stehen. Denn nach mehrmaligen Durchläufen, die sich das Werk durchaus verdient, stellt der aufmerksame Hörer einige interessante Einflüsse fest. Sind es zum einen pagana Klänge des akustischen Folk, so wie man sie von Faun oder Omnia in mystischer Variation kennt, so stellt sich das klassische Mittelalter abwechselnd in den Vordergrund. Und wenn man ganz genau lauscht, werden Latinoklänge inmitten deutscher Mittelalterlieder vernommen. Ob World – oder Neo Folk, auf „Mimirmeidr“ ist alles erlaubt.

„Mimirmeidr“ fast ein durchaus vielseitiges und interessantes Klangerlebnis zusammen, welches immer eine Überraschung parat hat. In einer Zeit, wo aus fast allen Gassen das Mittelalter rockt oder Marktmusik kommerziell ausgehöhlt wird, haben Tibetrea es geschafft was Neues auf die Beine zu stellen, ohne dabei die Ursprünglichkeit und Natürlichkeit zu verlieren.

Fast schon orchestralisch hält es Tibetrea mit den Instrumenten. Ob Flöten, Harfe, Akustik-Gitarre, Darabuka, Cister, Davul, Trompete, verschiedene Trommeln oder Drehleier (die vollständige Liste sei auf der Band-Homepage nachzulesen). Stets begleitet von den Feenstimmen der beiden Sängerinnen Mirán und Elisabeth von den Schafen werden dem Hörer rhythmisch – sanfte Melodien dargeboten

Nach eigenen Angaben der Band entstand das Projekt aus der Faszination für außergewöhnliche Instrumente, mittelalterliche Musik und Naturreligionen heraus. Genau das wird auf „Mimirmeidr“ wiedergegeben. Wer Musik von Faun, Omnia oder Carved of Stone mag, wird Tibetrea ebenso mögen und bekommt zusätzlich neue, innovative Kost präsentiert.

Hörbeispiele zu Tibetrea finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/tibetrea
geschrieben am 8.8.2011 von erich@folkmetal.at

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Bewertung: Punkte (Innovation): 10 von 15
Punkte (Gesamt): 11 von 15
Informationen: Tibetrea
BSC Music

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