Interview: Blackshore

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„Wir fühlen uns dem Black Metal als Lebensgefühl sehr wohl verbunden“. Das es sich dabei nicht nur um Wortphrasen handelt, unterstreicht „Blizzard“, seinesgleichen Drummer bei der Lübecker Formation „Blackshore“. Militant präzise steht er uns Rede und Antwort. Immerhin konnten wir in Erfahrung bringen, dass 2010 ein weiterer Black Metal Angriff in Form eines Tonträgers erfolgen wird…

Folkmetal.at: Hallo Blizzard! Euer aktuelles Album „Railway to Blackshore „ wurde im Juli über Düsterwald Produktionen veröffentlicht. Bei uns konntet ihr als erste Black Metal Formation voll Punkten. Wie sehen sonst die ersten Reaktionen in Bezug auf euer neues Werk aus?

Blizzard: Hallo Erich! Bisher waren die Reaktionen durch die Bank positiv. Die Leute schätzen anscheinend unsere Art dreckigen Black Metal zu spielen.

Folkmetal.at: „Railway to Blackshore“ gibt es ja nicht erst seit heute, sondern wurde bereits als Eigenproduktion im Jahre 2008 finalisiert. Damals waren die Kritiken in Foren und Fanzines sehr gut. Was habt ihr bis zum Label Release noch verändert?

Blizzard: Nichts.

Folkmetal.at: Blackshore gibt es seit Anfang 2007. Mit welchen Projekten habt ihr die Szene vorher unsicher gemacht?

Blizzard: Die Vorläufer Band zu BlackShore nannte sich Vargskog. Andere Bandprojekte von Hades und mir haben keine große Bedeutung für BlackShore.

Folkmetal.at: Blackshore startete zu Beginn als 2-Mann Projekt mit Hades und Blizzard, ehe auf vier aufgestockt wurde. Vor kurzen hat euch Bassist Gorm verlassen. Wie sieht das aktuelle Line up aus? Wird oder wurde bereits nach besetzt?

Blizzard: Es wurde bereits nach besetzt und zwar in Form eines alten Bekannten. Krom, der bereits auf dem Album zu hören ist, wird uns nun auch live helfen alles und jeden niederzuwalzen.

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Folkmetal.at: Euch wurde vor ca. 1 Jahr in einem Interview die Frage gestellt, wie ihr reagieren würdet, wenn ein Label ein Angebot unterbreitet, dafür aber stilistische Korrekturen fordert. Eure Antwort war ein klares „Nein“ zu so einem Label! Nun habt ihr einen Plattenvertrag. Hat sich die Situation auf dieser Basis verändert oder könnt ihr weiter so wie vorher eure Visionen voll ausleben?

Blizzard: Die Situation hat sich keinen Meter verändert. Düsterwald lassen uns in jeglicher Hinsicht 100% Freiraum. Dafür schätzen wir sie sehr. Unser kreativer Fluss strömt also weiterhin und wird demnächst ein paar neue widerliche Songs anspülen.

Folkmetal.at: ‘Doomdriven devils of death’ und ‘Blackshore’ sind Songs, die nicht unbedingt in das klassische Black Metal Konzept passen. Sprich ihr schaut auch über den Horizont eines einzelnen Genres. Wie weit fühlt ihr euch dem Black Metal überhaupt verbunden und gibt es überhaupt so etwas wie Linientreue?

Blizzard: Wir fühlen uns dem Black Metal als Lebensgefühl sehr wohl verbunden. Black Metal war schon immer eine Musik, die über das bloße Aneinanderreihen von Riffs hinausgeht. Wir sind bemüht Stimmungen in unsere Musik einzuschließen. Wenn wir dafür musikalische Mittel heranziehen, die der Pöbel nicht unbedingt als Black Metal bezeichnen würde, heißt das noch lange nicht, dass wir dem Black Metal untreu werden. Vielmehr soll dies der Stimmung zuträglich sein, die den wahren Black Metal überhaupt erst ausmacht! Darüber hinaus stellt sich natürlich die Frage, ob sich an uns irgendetwas verändern würde, wenn man uns gemeinhin nicht als Black Metal, sondern als Disco Funk bezeichnen würde. Ich denke, das wäre uns sehr egal.

Folkmetal.at: Wie geht ihr generell mit dem Schubladendenken um?

Blizzard: Wir sprechen mit unseren Therapeuten darüber.

Folkmetal.at: Wie sieht es mit Vorbildern aus? Vielleicht auch mit solchen, die euch auf „Railway to Blackshore“ beeinflusst haben?

Blizzard: Auf „Railway to BlackShore“ finden sich einige Zitate von uns geschätzter Bands. Natürlich sind wir darauf Bedacht unser eigenes Ding durchzuziehen, aber Einflüsse zu leugnen wäre eine Lüge.

Folkmetal.at: Ihr distanziert euch speziell in dem Song ‘Are you ready for some real German Ärger?!’ von einem gewissen Teil der Black Metal Szene. Ich denke darüber wurde ja schon weitläufig in und außerhalb der Community diskutiert. Was vermitteln eure Inhalte sonst noch?

Blizzard: Die Stimmungen und Geschichten, die das Album transportieren kann, liegen ganz beim Hörer.

Folkmetal.at: Wir haben vor kurzem Bekanntschaft mit den Viking Metallern von Nastrandir gemacht. Die sind doch auch aus eurer Ecke, sprich Lübeck?

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Blizzard: Ja, sind sie. Wir beeinflussen uns gegenseitig nicht nur musikalisch.

Folkmetal.at: Gehen wir auf der Landkarte etwas weiter nach Süden. Wie weit habt ihr mit Österreich schon Bekanntschaft gemacht? Sind euch ein paar Bands aus der Alpenrepublik geläufig?

Blizzard: Da fällt mir jetzt spontan Summoning ein, die mir sehr gefallen. Ansonsten habe ich mal vor unendlich langer Zeit Österreich besucht. Schön habt ihrs.

Folkmetal.at: Welche Live Gigs stehen in nächster Zeit auf dem Terminplan?

Blizzard: Wir werden einen Gig in Husum im HDJ spielen. Ansonsten ist bisher nicht geplant, was nicht zuletzt daran liegt, dass wir bis vor kurzem keinen festen Basser hatten. Nun mit Krom an Bord sind wir aber optimistisch, dass wir einige Gigs in ganz Deutschland abreißen können.

Folkmetal.at: Bastelt ihr bereits schon eifrig an neuen Material?

Blizzard: Ja, einiges ist schon fertig. 2010 kommt der zweite Streich, das steht fest.

Folkmetal.at: Ziele von Blackshore in naher Zukunft?

Blizzard: Aids für alle.

Folkmetal.at: Wir danken für das Gespräch und besucht uns bald in Österreich.

Blizzard: Vielen Dank fürs Interview! Wir werden gerne nach Österreich einmarschieren, ihr seid ja für Eure Empfänge berühmt!

Das Interview führte Erich von Folkmetal.at im Juli 2009

Weitere Informationen über Blackshore:

My Space Seite von: Blackshore

Aktuelle CD Rezension: Railway to Blackshore

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