CD-Review: Tumba Zaffa – Soundcheck

tumba zaffa_soundcheck

[Folk Metal / Progressive Rock / Folk] – Eigenproduktion (2011)
Schweiz
Einzigartig!

Heutzutage geschieht es nur noch ganz selten, dass man eine Band entdeckt, welche neu, anders oder kurz gesagt, einfach einzigartig klingt. Tumba Zaffa sind so eine Band! Schon der Versuch, etwas auch nur annähernd Vergleichbares zu finden, scheitert kläglich.

Doch was macht den Sound der fünf Jungs aus der Region Zürich so besonders? Diese Frage lässt sich am Besten mit einem Blick auf das verwendete Instrumentarium beantworten: Dieses besteht nämlich aus drei Hackbrettern, einem E-Bass sowie den Drums. Hackbretter? Klingt irgendwie… unmetallisch. Sind sie eigentlich auch! Beim Hackbrett handelt es sich um ein Saiteninstrument, bei welchem der (sehr helle) Ton durch Anschlagen der Saiten mit einem Holzschlägel erzeugt wird. Hackbretter (engl. hammered dulcimer) werden im Alpenraum in erster Linie in der Volksmusik eingesetzt. Zu hören waren sie aber auch schon bei Faun oder auf dem Akustikalbum „Evocation I“ von Eluveitie. Tumba Zaffa setzen dieses Instrument seit der Bandgründung 2006 ein und kreieren so ihre ureigene Version des Folk Metals oder (wie die Band ihren Sound selbst bezeichnet) des „Hackbrett meets heavy“. Nun endlich zu hören auf dem seit Ende November 2011 erhältlichen Debütalbum „Soundcheck“.

Zugegebenermassen klingen Tumba Zaffa nur bedingt metallisch. Durch das Fehlen einer E-Gitarre geht natürlich etwas an Druck verloren. Andererseits würde eine solche die Hackbretter, von deren Klang der Tumba Zaffa – Sound nun mal lebt, vermutlich zu stark in den Hintergrund schieben. Rein vom Tempo, welches das Quintett vorgibt, darf man letztlich aber getrost von Metal sprechen.

Tumba Zaffa spielen ausnahmslos instrumental und verstehen es dabei einwandfrei abwechslungsreiche Tracks zu präsentieren. Einerseits wird gekonnt mit den Tempi variiert, andererseits bedient man sich auch fremder Stilmittel wie klassischer Elemente (‚Farewell Awakening‘) oder beim finalen ‚Zaffgrad‘ gar dezentem Polkaeinschlag.

Wie eingangs erwähnt: Tumba Zaffa sind erfrischend anders. Sicherlich nicht jedermanns Sache – wer auf knüppelharte Metalparts, Gitarrenriffs und donnernde Growls steht, wird mit „Soundcheck“ definitiv nicht glücklich. Freunde aussergewöhnlicher, jederzeit melodischer Klänge sollten die neun Tracks mit einer Spielzeit von 40 Minuten, welche eine einwandfreie Produktion aufweisen, aber unbedingt antesten.

Hörbeispiele zu Tumba Zaffa finden Sie unter folgendem Link: http://www.tumba-zaffa.ch
geschrieben am 9.1.2012 von wallace@folkmetal.at

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Bewertung: Punkte (Innovation): 13 von 15
Punkte (Gesamt): 13 von 15
Informationen: Tumba Zaffa
Eigenproduktion

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Eine Antwort zu “CD-Review: Tumba Zaffa – Soundcheck

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